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Antigua to Roatán

Neben dem bereits gebuchten Shuttle nach La Ceiba (Honduras), um von dort aus dann mit der Fähre auf die Insel Roatán zu gelangen, gab es noch einen weiteren Grund, zurück nach Antigua zu fahren: ich hatte nämliche einige meiner Sachen in meinem dortigen Lieblingshostel La Posada de San Carlos gelassen. Gleich auf Anhieb hatte ich mich bei meinem ersten Aufenthalt in Antigua (noch vor Ostern) mit Carlos, dem Besitzer, angefreundet und von da an das Hostel als eine Art Reisebasis genutzt, von der aus ich verschiedene Kurztrips unternahm. So konnte ich nicht nur einige meiner Sachen dort lassen (und musste sie nicht mit mir herumtragen), sondern hatte auch immer jemanden, der sich gefreut hat, wenn ich von einem 2- oder 4-Tages-Ausflug zurückkam; der wissen wollte, was ich erlebt habe und der mir gleichermaßen Neuigkeiten über das Hostel erzählte und mich manchmal nach meinem Rat fragte. Denn das Hostel ist erst seit etwa vier Monaten geöffnet, sodass es von Woche zu Woche kleine Erweiterungen und Veränderungen gibt! :-)
Nachdem ich mich montagsnachmittags (letzte Woche) also schweren Herzens von den anderen in Santa Ana (El Salvador) verabschiedet hatte und zurück nach Antigua gefahren war, konnte ich mich wenigstens freuen, Carlos wiederzusehen und ein bißchen über die vergangenen Tage zu quatschen. Und tatsächlich fühlte es sich fast ein bißchen wie Nach-Hause-Kommen an, als Carlos und Stephanie spät abends bereits an der Tür standen, um mich zu empfangen… :-)

Am nächsten Morgen ging es dann aber auch schon ziemlich früh wieder weiter und ich musste mich auch endgültig von Antigua verabschieden: der Shuttle (Minivan) holte mich um 4 Uhr am Hostel ab und nachdem wir noch einige andere Leute eingesammelt hatten fuhren wir zunächst nach Copán Ruinas und überquerten auf dem Weg dorthin die Grenze zu Honduras. In Copán Ruinas stiegen die meisten von uns dann in einen Reisebus, der uns zunächst nach San Pedro Sula brachte und von dort aus nach einer kurzen Pause nach La Ceiba. Insgesamt dauerte die Fahrt etwa 14 Stunden und ich war zwar froh als ich endlich im Hostel ankam, freute mich aber auch schon auf den nächsten Morgen, da es dann endlich mit der Fähre Galaxy Wave zur Insel Roatán, meinem eigentlichen Ziel, ging. Die Fährfahrt an sich fand ich recht unspektakulär, obwohl der Wellengang einigen anderen Passagieren doch größere Probleme bereitete und geübtes Bordpersonal fleißig Kotztüten verteilte…

Auf Roatán hab ich im Roatán Backpackers Hostel dann auch gleich eine ziemlich speziell zusammengewürfelte Truppe kennengelernt: Casey, ein Amerikaner aus Michigan, der aus Gründen, die mir nur oberflächlich bekannt sind (was vollkommen ausreicht!), nicht mehr zurück in die USA kann und daher seit sechs Wochen auf Roatán auf seine Arbeitserlaubnis für die Cayman-Inseln wartet; Milton, ein lustiger, katholisch-erzogener, dunkelhäutiger Inder mit Rastazöpfen, der seit über zehn Jahren in Texas lebt, jedoch keine Staatsbürgerschaft der USA hat, Andrea, seine ruhige Freundin aus Utah, die mich mehrfach pro Tag entsetzt oder verwundert über die Gesprächsinhalte der anderen anschaute und Andrew, ein erzkonservativer Texaner aus Houston, der meinte, Milton davon überzeugen zu müssen, dass Rassismus praktisch nur in dessen Kopf existiert und die Runde zudem irgendwann mit dem Bekenntnis aufmischte, dass er davon überzeugt sei, dass Evolution nur eine von den Illuminati erfundene Theorie sei, um die Menschen von Gott abzuwenden… Ich werd da jetzt nicht weiter ins Detail gehen, denn nichts was ich schreiben könnte, würde den Gesprächen, die wir geführt haben auch nur im Entferntesten gerecht werden. Aber ich bin sicher, dass zumindest die meisten von euch eine Vorstellung haben, wie bereichernd diese Tage auf Roatán waren (und nur um das klarzustellen: hier steckt kein einziges Fünkchen Ironie drin!). Ich glaube, das sind Tage, die ich nie vergessen werde!

Aber auch abgesehen von den zwischenmenschlichen Erfahrungen hat mir die Zeit auf Roatán gut gefallen! Ich war einige Male Schnorcheln, habe wunderschöne Korallen, Fische und andere Meerestiere gesehen und habe in der restlichen Zeit mit einem gemieteten Roller die Teile der Insel erkundet, die man als Tourist sonst eher nicht zu sehen bekommt. Dabei habe ich herausgefunden, dass Roatán, obwohl beliebtes Touristenziel, noch viele naturbelassene Landstriche und sehr schöne, verschlafene kleine Fischerörtchen hat. Ironischerweise habe ich leider von den touristischeren aber ebenso netten Strandabschnitten keine Fotos gemacht; wahrscheinlich weil ich dort meist zum Schnorcheln war und dann keine Kamera dabei hatte. :-(

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Copán Ruinas

Am Freitagmorgen ging’s schon ziemlich früh (5:30 Uhr) weiter – diesmal mit einem Shuttle, der mich in etwa 8,5 Stunden von Tegucigalpa über San Pedro Sula nach Copán Ruinas brachte. Dort hatte ich mich für drei Nächte im Hostel Iguana Azul eingemietet, das ich nur jedem empfehlen kann!

Copán Ruinas ist hauptsächlich aufgrund der nahegelegenen Ruinen (einer der bedeutendsten Maya-Städten überhaupt) bekannt und wird in der Literatur oftmals auch als “Paris der Mayas” beschrieben, da in Copán insbesondere die musischen und handwerklichen Künste ausgeprägt waren. Dies spiegelt sich auch in den Ruinen selbst wider, die auch noch gut 1250 Jahre nach der Blütezeit Copáns viele Verzierungen und Einzelstatuen offenbaren. Zusammen mit Alex, einem Deutschen aus der Schweiz und Simon, einem Chilenen, die ich beide im Hostel kennengelernt hatte, besuchte ich am Samstag die Ruinen, die übrigens seit 1980 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Aber auch das kleine Städtchen an sich ist in jedem Fall einen Besuch wert! Es macht eine Menge Spaß, durch die kleinen Straßen zu schlendern, die Leute sind sehr freundlich und es gibt jede Menge Restaurants, Cafés oder Geschäfte, in denen man sich die Zeit vertreiben kann. Am Sonntag besuchten Alex, Simon und ich dann noch den Parque de Aves, eine Art Rettungs- und Aufzuchtstation für Vögel aller Art; hauptsächlich jedoch Papageien und Tukane. Der Park ist etwa 2,5km außerhalb von Copán Ruinas gelegen und kümmert sich im Wesentlichen um Jungtiere, die von den Eltern verlassen wurden und um misshandelte Vögel, die abgegeben/gefunden werden. Ziel ist es, diese Vögel zu kurrieren und sie für die Rückkehr in die Freiheit vorzubereiten. Ist dieser Status erreicht, werden sie freigelassen; zunächst in einem Waldstück, in dem ihnen noch Futter und Wasser zur Verfügung gestellt wird und nach und nach suchen sie sich dann selbst einen neuen Lebensplatz. Die Vögel, die nicht mehr in Freiheit leben können, weil sie zu stark verletzt sind und/oder bereits zu stark an den Menschen gewöhnt sind, verbleiben im Park und einige wenige sind so zahm, dass man sie auf die Hand /Schulter nehmen und sogar streicheln kann! Das war ein super Erlebnis! Insbesondere den kleinen Tukan fand ich total cool! 😀

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Bienvenidos a Honduras!

Donnerstag, 10. April 2014

5.45 Uhr  Wecker klingelt
6.30 Uhr  Frühstück (Reis, Bohnen, Tomate, Spiegelei sowie eine frittierte Kartoffel)
6.55 Uhr  Abschied von der Familie und Fußmarsch zur Bushaltestelle [ca. 10min]
7.15 Uhr  Öffentlicher Bus von La Reina nach Matagalpa [ca. 50min]
8.00 Uhr  Wechsel des Busterminals (von einem ans andere Ende der Stadt) mittels Taxi [ca. 8min]
8.30 Uhr  Öffentlicher Bus von Matagalpa nach Estelí [ca. 1h 45min]
10.15 Uhr  Wechsel des Busterminals (“vier Blocks die Straße runter”) zu Fuß [ca. 10min]
11.00 Uhr  Öffentlicher Bus von Estelí nach Ocotal [ca. 2h 15min]
13.40 Uhr  Öffentlicher Bus von Ocotal zur Grenze in Las Manos [ca. 1h]
14.45 Uhr  Prozedere des Grenzübertritts [ca. 20min]
15.15 Uhr  Öffentlicher Bus von der Grenze nach El Paraíso [ca. 30min]
16.10 Uhr  Öffentlicher Bus (expreso) von El Paraíso nach Tegucigalpa [ca. 2h]
18.20 Uhr  Taxi vom Busterminal zum Hotel [ca. 10min]
21.30 Uhr  Schlafenszeit! Denn um 4.15 Uhr am nächsten Morgen hat der Wecker schon wieder geklingelt. ABER: Bienvenidos a Honduras!!! 😀

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