Tag Archives: Costa Rica

San José – Montezuma – Liberia

Leider musste Lars am Dienstag ja schon wieder zurück nach Deutschland fliegen und so blieb uns nichts anderes übrig als am Montag den Rückweg nach San José anzutreten. Wir beschlossen, bereits am frühen Vormittag zu fahren, so dass uns nachmittags noch etwas Zeit blieb, um ein wenig die Hauptstadt Costa Ricas zu erkunden. Und auch die Amerikaner, die wir am Wasserfall kennengelernt hatten, reisten am Montagmorgen wieder zurück nach San José, da sie dort teilweise am Nachmittag Kurse ihres Austauschprogramms besuchen mussten. Netterweise bot uns aber Wesley an (einer der Amerikaner, der erst um 18 Uhr einen Kurs besuchen musste), uns für ein paar Stunden durch San José zu führen. Diese Angebot nahmen wir selbstverständlich dankbar an und wir hatten wirklich eine nette Zeit und bekamen noch einige schöne Plätze zu sehen. Vielen Dank nochmal, Wes!

Abends beschlossen Lars und ich dann zum Abschied nochmal Essen zu gehen und fragten den Hostelbetreiber nach einer Empfehlung… Allerdings zählte der zunächst mal alle erdenklichen Fast Food Ketten in der Nähe auf (und das waren wirklich eine GANZE Menge; im Grunde so ziemlich alles, was man sich an Fast Food vorstellen kann…). Erst in einem zweiten Anlauf verstand er dann, dass wir eigentlich was Lokales, sozusagen Hausgemachtes suchten und empfahl uns ein Soda, das heißt ein typisch costa-ricanisches Lokal und einen Brasilianer; beides angeblich ganz in der Nähe. Nachdem wir jedoch fast eine Stunde zu Fuß durch unser Viertel geirrt waren und weit und breit weder ein Soda noch einen Brasilianer fanden, dafür aber mehrmals an den Fast Food Läden vorbeimarschierten und mehrere chinesische sowie italienische Restaurants fanden, unternahmen wir noch einen letzten Versuch und spazierten neugierig zu einem bläulich erleuchteten Haus. Und *tadaa* es war zwar weder das costa-ricanische noch das brasilianische Lokal, aber immerhin: es war kubanisch und bezahlbar! Und so beschlossen wir, es uns an unserem letzten gemeinsamen Abend in Costa Rica beim Kubaner gut gehen zu lassen und Lars bekam obendrein endlich (!) seinen ersehnten Mochito! 😀

Nachdem wir uns verabschiedet hatten (Schön, dass du da warst, Lars!), machte ich mich dann am Dienstagmorgen bereits um 6 Uhr mit dem Bus auf den Weg nach Montezuma, einen kleinen (um nicht zu sagen winzigen) Ort im Süden der Península de Nicoya. Hauptsächlich wollte ich dorthin reisen, da sich ganz in der Nähe dieses Ortes der Parque Nacional Cabo Blanco befindet; der erste offizielle Nationalpark Costa Ricas, der nach vielen mühevollen Jahren 1963 von einem dänisch-schwedischen Paar gegründet wurde. Die Fahrt nach Montezuma (Bus, Fähre, Bus, anderer Bus) dauerte ziemlich genau 6 Stunden und ich war ziemlich froh als ich mittags bei glühenden 31°C endlich angekommen war.

In meinen zweieinhalb Tagen in Montezuma besuchte ich dann den wirklich wunderschönen und absolut empfehlenswerten Nationalpark Cabo Blanco und lernte auf der kurzen Busfahrt dorthin ein junges amerikanisches Paar kennen, mit denen ich etwa 5 Stunden durch den Park wanderte. Außerdem fuhr und lief ich mit Melina und Moras, zwei Argentinierinnen, die ich im Hostel kennengelernt hatte nach Mal País, einem winzigen Surfer Hot Spot, der tatsächlich nicht viel mehr ist als sein Name sagt: ein schlechtes Stück Land, wenn man nicht surfen möchte. Denn, dass das Wasser nicht zum Baden geeignet ist, merkten wir erst als wir bereits im Wasser waren und uns unsere Knie an den nicht sichtbaren Felsen aufgeschrammt hatten. Glücklicherweise haben mich meine Freunde ja aber mit den besten Erste-Hilfe-Pflastern ausgestattet, die man haben kann und so suchte Melina das erste Pflaster aus, das ich benutzte. :-)

Heute Morgen um 5.30 Uhr habe ich mich dann auch schon wieder aus Montezuma verabschiedet und bin weiter nach Liberia gefahren, der letzten größeren Stadt vor der Grenze zu Nicaragua, wo ich gegen 14.30 Uhr ankam. Da ich die Weiterfahrt zur Grenze (das sind nochmal etwa 1,5 – 2 Stunden) und die Grenzüberquerung (und dann natürlich auch die Weiterfahrt von dort) nicht mehr so spät am Nachmittag in Angriff nehmen wollte (zur Erinnerung: es wird gegen 18 Uhr dunkel), hatte ich bereits gestern Abend überlegt und während der Fahrt dann beschlossen, eine Nacht in Liberia zu bleiben, mir die Stadt etwas anzuschauen, meine Sachen nochmal zu ordnen und dann erst morgen die Weiterreise nach Nicaragua in Angriff zu nehmen. Und da ich ohne große Erwartungen hierher gekommen bin, war ich dann doch ziemlich positiv überrascht, denn die Stadt verströmt in meinen Augen ein ganz nettes Flair. Im Parque Central fand heute beispielsweise ein großer Markt statt und es waren einige Künstler in den Straßen unterwegs, die ihr Können zeigten und/oder ihre Waren anboten. Außerdem hab ich ein sympathisches kleines Hotel gefunden (La Posada del Tope), in dem ich für $10 nun sogar ein Einzelzimmer bekommen habe, da momentan nicht viele Gäste hier sind. Es ist zwar insgesamt ziemlich einfach gehalten; die Atmosphäre ist aber ganz wunderbar! :-)

So, und morgen geht’s dann also endlich nach Nicaragua! Marie und ich freuen uns schon sehr! Zunächst wird es uns für etwa vier oder fünf Tage auf die Isla de Ometepe verschlagen, um dort unter anderem die nächste Vulkanbesteigung in Angriff zu nehmen. So ziemlich jeder, den wir getroffen haben (und der auch dort war) hat in den höchsten Tönen von der Insel mit den beiden Vulkanen geschwärmt. Wir sind also schon sehr gespannt! Da ich momentan aber weder weiß, wie es dort mit Internet, noch wie es dort mit Strom aussieht, ist es gut möglich, dass ich mich erst wieder melde, wenn ich dann in Managua oder Granada bin. Also: keine Sorgen machen, falls ihr diesmal etwas länger nichts Neues von mir lest!

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Uvita II – ein Tag für Dani

Anmerkung:
Liebe Dani, bei unserem Abschied in Karlsruhe habe ich versprochen, einen Tag meiner Reise für dich zu erleben. Und hier ist er also. Elefanten oder Pinguine sind es nicht geworden – welch Wunder! Ich hoffe dennoch, dir gefällt, was ich ausgesucht habe. 😉

Ein Tag für Dani:
Am Sonntag – unserem zweiten und letzten Tag in Uvita – hatten Lars und ich eine Boots-Tour gebucht, während der man Delphine und/oder Wale sehen sollte und anschließend schnorcheln ging. Wir machten uns also um 8 Uhr auf den Weg zum Treffpunkt und waren gespannt, was uns erwarten würde. Nachdem wir noch acht andere Touristen aufgesammelt hatten ging es zunächst zum Parque Nacional Marino Ballena. Dort wartete bereits ein Boot am Strand auf uns, in das wir einsteigen mussten und nach einigen Sicherheitshinweisen begann dann endlich die Tour. Nachdem wir die strandnahen Wellen überwunden hatten, dauerte es zwar eine Weile, aber nach etwa 30 Minuten tauchten dann tatsächlich Delphine auf! Und es waren nicht nur zwei oder drei, sondern gleich mehrere Delphinschwärme, die uns oder die wir (je nach Perspektive) eine ganze Weile begleiteten! Das war auf jeden Fall ziemlich cool! 😀 Anschließend fuhren wir noch ein Stück weiter und sahen sogar eine Meeresschildkröte auf dem Wasser treiben, auf deren Rücken eine Möwe stand. Leider tauchte sie recht schnell ab, als wir uns versuchten zu nähern. Anschließend kreuzten wir jedoch nochmal den Weg eines Delphinschwarms; diesmal allerdings einer anderen Sorte Delphin, dessen Haut leicht rötlich schimmert. Gefühlt haben wir an diesem Vormittag etwa 60 Delphine gesehen. Wahrscheinlich waren es nicht ganz so viele. Aber beeindruckend und schön war es auf jeden Fall und dann ging es ja noch weiter zum Schnorcheln.

Das Schnorcheln fand nicht – wie sonst oftmals – vom Strand aus statt, sondern direkt vom Boot aus. Nachdem wir noch einige Pelikane gesichtet und beobachtet hatten, stoppte das Boot nahe eines Felsriffs. Dann wurde die Schnorchelausrüstung verteilt und der Tour-Guide ging mit uns zusammen ins Meer und zeigte uns, wo wir schnorcheln durften und an welchen Stellen wir wegen der Strömung vorsichtig sein sollten. Und es gab wirklich jede Menge zu sehen: viele bunte kleine und große Fische (von denen ich mir leider die Namen nicht merken konnte), ein Aal, Seesterne, mehrere Seeigel und natürlich einige Korallen! Das Schnorcheln so weit draußen im Meer machte richtig Spaß und die Zeit verging rasend schnell! Zurück auf dem Boot bekamen wir dann noch einige gekühlte Früchte zur Erfrischung und machten uns dann wieder auf den Rückweg ans Festland! Alles in Allem war’s auf jeden Fall ein wirklich gelungener und schöner Ausflug! Lars und ich entschieden uns anschließend, noch ein bißchen am Strand zu bleiben, bevor wir noch was zum Abendessen einkauften und ins Hostel zurückfuhren. Abends saßen wir dann mit den Amerikanern, die wir am Wasserfall getroffen hatten, und einem Deutschen zusammen beim Essen und quatschten noch eine ganze Weile, bis uns fast die Augen zufielen und wir beschlossen, dass es jetzt Schlafenszeit ist!

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Uvita I

Am Samstagmorgen brachen Lars und ich dann auf ins nur etwa 60km entfernte Uvita, wo wir für zwei Nächte im Hostel Cascada Verde, das etwas ausserhalb des Ortes im Wald gelegen ist, reserviert hatten. Gleich bei unserer Ankunft waren wir von unserem Zimmer und der offenen Gestaltung des Gemeinschaftsbereichs begeistert und machten uns am späten Vormittag gespannt auf zum nahe gelegenen Wasserfall (ca. 10min Fußweg). Anders als bei den bisherigen Wasserfällen, die wir besucht hatten, war der Badefaktor hier deutlich höher, denn man konnte den Wasserfall nicht nur hinunter springen, sondern auch hinunter rutschen! Und natürlich ließen wir uns diesen Spaß nicht entgehen! Zusammen mit einigen Amerikanern, die wir dort kennenlernten (und die lustigerweise im selben Hostel übernachteten, wie sich später rausstellte) hatten wir wirklich eine Menge Spaß und die Zeit verging wie im Flug. Leider wissen wir nicht genau, wie hoch der Wasserfall tatsächlich ist. Meine Schätzungen anhand der Fotos belaufen sich jedoch auf ca. 8 Meter. :-)

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Parque Nacional Manuel Antonio ¡Vamos allá!

Bevor es am Donnerstagmorgen also weiter ging in das etwa 217 km entfernte Manuel Antonio besuchten Lars und ich noch eine Kolibri-Fütterstation sowie den Monteverde Butterfly Garden – eine wirklich tolle Einrichtung, die von passionierten Insektenfreunden geführt wird und unbedingt besucht werden sollte, wenn man in der Gegend ist!

Anschließend holten wir Fabienne am Hostel ab, besorgten etwas Reiseproviant und machten uns gegen 12 Uhr auf den Weg. Über steinige, teilweise geschotterte und unglaublich staubige Straßen ging es zunächst gut eine Stunde lang mit 20-40 km/h (und manchmal dem Allrad-Antrieb) aus dem Gebirge hinaus, bis wir schließlich die Interamericana erreichten. Von dort aus kamen wir dann wieder zügiger voran und erreichten nach einem etwa einstündigen Aufenthalt am Playa Hermosa gegen 16.30 Uhr Quepos bzw. Manuel Antonio. Leider hatte aber die Reservierung im Hostel nicht funktioniert und so gestaltete sich die Unterkunft-Suche an einem Freitagabend etwas schwierig. Schließlich fanden wir jedoch ein akzeptables und einigermaßen preiswertes Dreibettzimmer in einem kleinen Hotel und gingen nach einem leckeren Abendessen recht zeitig schlafen, da wir am nächsten Morgen früh raus wollten, um um 7 Uhr am Parque Nacional Manuel Antonio zu sein.

Gesagt, getan. Am nächsten Morgen machten wir uns also zeitig auf den Weg, um bei Parköffnung gleich unter den ersten Besuchern zu sein. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, möglichst viele Tiere zu sehen, entschieden wir uns zusammen mit fünf anderen Touristen für eine ca. 2,5-stündige geführte Tour. Und die $20 lohnten sich auf jeden Fall! Denn wir sahen viele Affen, einige Faultiere (sogar ein Faultierbaby!), Frösche, viele Echsen, Spinnen, Waschbären sowie Fledermäuse und wir hätten die meisten dieser Tiere ohne Guide wohl nicht entdeckt. Allerdings füllte sich der Park sehr sehr schnell mit einer Horde weiterer Guides und unzähligen Touristen, so dass wir uns manchmal schon fast etwas unwohl fühlten. Unser Guide erzählte uns jedoch, dass es bislang leider nur einen einzigen Weg in den Park hinein gibt und dieser eben von allen Parkbesuchern genutzt werden muss. Daher wird jedoch aktuell an einem Konzept für weitere Wanderwege durch den Park gearbeitet, so dass die Besucherströme etwas entzerrt werden.

Nach der Tour hatten wir dann noch die Möglichkeit, im Nationalpark zu verbleiben und vorallem die Strandregionen auf eigene Faust zu erkunden. Wir entschieden uns auf Anraten unseres Guides noch ein ganzes Stück weiter zu einem etwas entfernteren Strand zu laufen, so dass wir dort das Wasser und die Sonne mit deutlich weniger Touristen teilen mussten. Als wir ein nettes Plätzchen gefunden hatten, ließen wir uns also nieder und packten unser kleines Vesper aus. Es dauerte jedoch nicht lange bis wir Besuch von ein paar hungrigen Iguanas bekamen und wir staunten nicht schlecht, wie nah sich die Tiere an uns herantrauten und wie hartnäckig sie blieben. Irgendwann hatten wir uns jedoch auf sowas wie eine friedliche Koexistenz geeinigt – im Wesentlichen lag das wohl daran, dass wir unser Essen wegpackten. 😀

Alles in Allem war’s wirklich ein schöner Tag und wir beschlossen, diesen mit einem wunderschönen Blick auf den Sonnenuntergang (17.30 Uhr) und einem guten Abendessen zu beschließen. Ich hatte medium-gegarte Thunfisch-Stücke (Catch-of-the-day) auf einem frischen Salat mit Honig-Senf-Soße! *mhhhhh*

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Monteverde – pura aventura

Die beiden Tage in Monteverde bzw. Santa Elena boten einiges an Abenteuer und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Am Dienstagvormittag haben Lars und ich zunächst eine Wanderung über acht Hängebrücken im Nebelwald von Monteverde gemacht. Dabei haben wir beispielsweise auch Brüllaffen gesehen. Am interessantesten waren an diesem Vormittag jedoch die Pflanzenwelt und natürlich die Hängebrücken selbst.

Nachmittags wurden wir dann am Hostel zur lang-ersehnten Canopé-Tour abgeholt. In etwa wussten wir natürlich, was uns erwartet; gespannt waren wir dennoch! Denn Aventura, der Anbieter, bei dem wir die Tour gebucht hatten, hat mit immerhin 1590 Metern die längste Zipline in ganz Lateinamerika. Für alle, die mit dem Begriff Canopé-Tour nichts anfangen können, folgt hier nun der Versuch einer kurzen Erklärung: zunächst wird man mit einem (quasi Ganzkörper-)Klettergurt, Handschuhen und einem Helm ausgestattet. Anschließend bekommt man eine ausführliche Sicherheitseinweisung und dann steigt man auch schon zur ersten Plattform hinauf. Dort wird man dann mit einer Seilführungsrolle und einem Sicherungskarabiner in die sogenannte Zipline eingehängt und dann geht’s auch schon los und man rollt hängend (mehr oder weniger sitzend im Klettergurt) über die erste (kurze Übungs-)Zipline zur nächsten Plattform. Die zweite Zipline ist dann schon etwas länger und so steigert sich schnell Höhe und auch Länge der Lines und damit natürlich auch die Geschwindigkeit (die Maximalgeschwindigkeit lag etwa bei 40 km/h). Abgesehen vom Spaß- und Abenteuerfaktor ist dabei natürlich insbesondere die Aussicht aufregend, da die Ziplines oftmals über den Baumwipfeln des Nebelwaldes gespannt sind! Ein besonderes Highlight der Tour waren dann noch die beiden letzten Ziplines, die man nicht sitzend im Klettergurt entlangflog, sondern in Superman-Pose, das heißt hängend unter der Zipline! 😀 Marie und ich hatten wirklich richtig viel Spaß. Aber schaut euch am besten die Fotos an (und wenn ich’s hinbekomme auch noch ein Video).

Wer jetzt denkt, das Abenteuer wäre an diesem Punkt zu Ende gewesen, hat sich jedoch getäuscht. Denn das eigentliche Abenteuer stand uns erst noch bevor: der Mega-Tarzan-Swing! Dabei wird man – gesichert an einem etwa 40 Meter langen Seil – von einer Plattform aus horizontal in die Tiefe geschubst, so dass man nach dem Fall noch – ähnlich wie Tarzan – durch die Gegend schwingt. Zunächst war uns etwas mulmig zu Mute, weil wir nicht genau wussten, wie das ganze funktioniert und leider auch nicht die Möglichkeit hatten, bei jemandem zuzuschauen. Dann haben Marie und ich jedoch beschlossen, dass Kneifen keine Option ist, sind den Skywalk entlang gegangen und haben uns einhängen und in die Tiefe schubsen lassen. Und natürlich war’s total cool! Leider gibt’s hiervon allerdings kein Video, denn Lars ist erst nach Marie und mir in die Tiefe gehüpft…

Obwohl der Dienstag natürlich schon ziemlich cool und abenteuerlich war, war auch der Mittwoch ein wirklich toller Tag! Morgens sind wir nämlich zusammen mit Fabienne, einer Schweizerin, die wir in unserem Hostel (Pensión Santa Elena; absolut zu empfehlen!) kennengelernt hatten, zum Reserva Biológica Bosque Nuboso Monteverde gefahren. Ich hatte bereits vor meiner Reise einiges über dieses Naturschutzgebiet gelesen und fand die dahinterstehende Organisation sowie das Besucherkonzept sehr ansprechend und wollte den Park daher unbedingt besuchen. Insgesamt kann man auf den Wanderwegen nämlich nur 3% des Naturschutzgebietes erkunden und die Besucherzahlen sind reglementiert, so dass Flora und Fauna möglichst wenig Schaden nehmen. In jedem Fall hatte sich die Recherche gelohnt, denn es waren wirklich sehr schöne Waldwege und wir kamen sogar zu einer weiteren Hängebrücke, die wir überqueren mussten sowie zur (nordamerikanischen) kontinentalen Wasserscheide. Außerdem konnten wir im Park viele Kolibris und sogar einen Quetzal, den Nationalvogel Guatemalas, sehen. :-)

Am Nachmittag machten Lars und ich uns dann noch auf den Weg zum Wasserfall von San Luis. Die Suche gestaltete sich jedoch etwas schwieriger als zunächst gedacht, denn die ohnehin nicht-asphaltierten Straßen wurden immer steiler und immer schotteriger und weit und breit waren weder Hinweisschilder noch Menschen zu finden und das Navi hatte bereits bei Fahrtbeginn resigniert. In jedem Fall hatte sich spätestens zu diesem Zeitpunkt der Allradantrieb unseres Mietwagens gelohnt. 😉 Irgendwann kamen wir dann an einen Steinbruch (oder was ähnliches) und fragten dort nach dem Weg. Wir mussten zwar etwa 3km zurückfahren, waren jedoch ziemlich glücklich, dass wir nicht ganz falsch gefahren waren und fanden bald darauf das Privatgrundstück, das zum Wasserfall führte. Die dort wohnhafte Dame war sehr nett und es gab sogar einen kleinen Empfangsbereich für die Besucher des Wasserfalls. Der Eintritt betrug $10. Dafür bekamen wir einen bewachten Parkplatz für unser Auto, eine Karte für den etwa 30-45minütigen Fußmarsch sowie Schutzhelme. Da es bereits Nachmittag war, beeilten wir uns etwas, denn wir wollten in keinem Fall den doch recht anstrengenden und trickreichen Weg im Dunkeln zurücklaufen. Und so schafften wir es tatsächlich in knapp 30 Minuten zum Wasserfall! Zu unserer Überraschung war dieser sogar zweistufig und dadurch wirklich sehr interessant und schön anzuschauen. Das Wasser war klar und frisch und hätte eigentlich zum Baden eingeladen. Da es jedoch unten beim Wasserfall (aufgrund mangelnder Sonne) recht kühl war, entschlossen wir uns, lieber nicht zu baden und anstelle dessen die Atmosphäre zu genießen und dann auch schon wieder zurückzulaufen. Denn so konnten wir auch den größten Teil der Rückfahrt zum Hostel durch kleine Bachläufe und auf ziemlich holprigen Straßen mit fast unvorstellbaren Steigungen noch im Hellen in Angriff nehmen! :-) Abends trafen wir uns dann nochmal mit Fabienne und gingen lecker essen und da sie unseren Plan gut fand, am nächsten Morgen an die Pazifikküste zu fahren (zum Parque Nacional Manuel Antonio), entschloss sie sich, mit uns zu kommen.

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Neues aus Costa Rica

Tortuguero war wirklich wunderschön und ich kann nur jedem empfehlen, eine Tour bei Barbara Hartung zu buchen. Während der Kanutour haben wir jede Menge Vögel, verschiedene Echsen wie beispielsweise Basiliken, alle drei in Costa Rica heimischen Affen (Brüllaffen, Klammeraffen, Kapuzineraffen) sowie einige Kaimane gesehen. Und auch später im Nationalpark konnten wir während einer Wanderung allerlei Pflanzen und Tiere wie etwa eine Schlange, verschiedene Spinnenarten und als kleines Highlight einen Rotaugenlaubfrosch, bewundern. Besonders interessant waren dabei die ganzen Hintergrundinformationen, die Barbara (als studierte Biologin und bereits seit 20 Jahren in Tortuguero wohnhaft) lieferte, so dass man einen guten Eindruck des naturalen Zusammenspiels gewinnen konnte. Die zwei Tage vergingen daher wie im Flug und so hieß es am Freitag dann auch schon wieder Adiós Tortuguero.

Meine Weiterfahrt (zuerst 2 Stunden mit dem Boot und dann nochmal 3,5 Stunden mit dem Bus) führte mich nach San José. In der Hauptstadt Costa Ricas war ich nämlich am Abend mit Lars verabredet, der für 12 Tage gemeinsam mit mir den Norden und die Pazifikküste Costa Ricas bereisen wird. Nachdem ich unser Hostelzimmer bezogen hatte, machte ich mich auf zum Flughafen und wir trafen uns dort gegen 22.15 Uhr und holten dann gemeinsam unseren Mietwagen für die kommenden zwei Wochen ab. Nach anfänglichen Bedenken fanden wir auf Anhieb und ohne jegliche Probleme durch den Straßendschungel von San José zum Hostel zurück und freuten uns, dass alles so gut geklappt hatte.

Am nächsten Morgen (Samstag) packten wir zeitig unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg zum Volcán Irazú. Mit 3432 m ist dies der höchste (aktive) Vulkan Costa Ricas, wobei die letzte Eruption 1963 den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy bei seinem Staatsbesuch mit heißer Vulkanasche begrüßte. Glücklicherweise musste man diesen Vulkan nicht besteigen, sondern konnte mit dem Auto bis zu einem bewachten Parkplatz knapp 1km vor dem Gipfel fahren. Dort stellten wir unser Auto ab und liefen verschiedene Aussichtswege entlang. Im Gegensatz zu meiner letzten Vulkanbesteigung, konnte man hier sofort einen (eigentlich sogar zwei) Krater erkennen. Der Ausblick war wirklich wunderbar und so stellte der Vormittag einen gelungenen Start für Lars Urlaub und eine schöne Weiterreise für Marie und mich dar!

Gegen 13.30 Uhr stiegen wir dann wieder ins Auto und fuhren gute 4 Stunden lang weiter nach La Fortuna, einen Ort auf etwa 300 m Höhe im nördlichen Regenwald Costa Ricas. Hier hatten wir für zwei Nächte in der Cerro Chato Eco Lodge reserviert – ein wirklich hübsches Gelände mit zwölf kleinen Cabinas, das heißt ein-Zimmer-Bungalows mit eigenem Bad (und sogar warmem Wasser!). Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, gingen wir noch eine Kleinigkeit essen; jedoch dann auch schon schnell ins Bett, da wir ziemlich müde waren und am nächsten Morgen zeitig aufstehen wollten. Lars hatte zunächst nicht geglaubt, dass man hier teilweise schon sehr früh schlafen geht. Da es jedoch bereits gegen 18 Uhr dunkel wird und die Tage oft recht anstrengend sind, fallen einem meistens automatisch gegen 21 Uhr die Augen zu… Und so ging es uns auch an diesem Tag.

Heute standen wir dann ausgeschlafen gegen 6 Uhr auf, machten uns fertig, genossen das typisch Costa Ricanische Frühstück Gallo Pinto (Reis mit Bohnen, gebackener Kochbanane, Rührei und Toast) sowie etwas frisches Obst und machten uns dann auf den Weg zum Parque Nacional Volcán Arenal. Aufgrund des wohl unüblich guten und klaren Wetters hatten wir von einem Aussichtspunkt nach etwa 2 Stunden Fußmarsch einen besonders guten Blick auf den Vulkan Arenal, der typischerweise von einem Wolkenmeer verhangen ist. Mit einer Höhe von 1633 m ist er zwar nicht der höchste Vulkan Costa Ricas, allerdings der aktivste. Seine letzte Eruption fand 2010 statt. Zurzeit besteht jedoch laut einheimischen Vulkanologen keine Ausbruchgefahr, da keinerlei seimische Aktivitäten verzeichnet werden. Nach unserer Rückkehr aus dem Nationalpark machten wir zunächst eine kurze Mittagspause und wanderten dann zum angeblich nur 2km entfernten Catarata de Fortuna (Wasserfall des Glücks). Durch die enorme Steigung kam uns der Weg jedoch deutlich länger vor und wir waren schon ein bißchen geschafft als wir endlich am Eingang zum Wasserfallgelände ankamen; nur um dort festzustellen, dass man nun wieder in die Tiefe steigen musste, um zu dem kleinen See zu gelangen, in den das Wasser etwa 70 m tief hinab fiel. 😀 Die Anstrengung lohnte sich jedoch. Denn der Wasserfall war ziemlich beeindruckend und das Bad im erfrischend kühlen See stellte eine gelungene Abwechslung dar! :-)

Morgen geht’s dann schon wieder weiter. Unser nächstes Ziel heißt Monteverde/Santa Elena, liegt verteilt auf 1200 bis 1600 m Höhe und ist etwa 117 km und knappe 3 Stunden Autofahrt von hier entfernt.

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Adiós Cahuita! Hola Tortuguero!

Nach zwei wirklich schönen Tagen in Cahuita haben Michelle und ich uns gestern morgen voneinander verabschiedet. Denn sie hatte eine Wildwasser-Rafting-Tour gebucht und wollte dann weiter ins Landesinnere, während ich geplant hatte, der Karibikküste gen Nord-Westen zu folgen und nach Tortuguero zu reisen, um dort Barbara Hartung (eine deutsche Auswandererin) zu treffen. Nicht vorenthalten möchte ich euch jedoch an dieser Stelle ein paar Bilder, die auf unserer knapp 9km langen Wanderung durch den Nationalpark Cahuitas am Montag entstanden sind. Neben unzähligen kleinen Geckos, Krebsen, Spinnen, wunderschönen Schmetterlingen und so manch anderem Getier sowie einer Vielzahl an beeindruckenden Pflanzen, konnten wir vor allem jede Menge Affen sehen. Ein Kapuzineräffchen kam uns sogar ziemlich nah; ich denke, es hoffte auf etwas zu essen (was wir ihm natürlich nicht gaben). Ganz stolz waren wir aber auch, als wir endlich eine Schlange entdeckt hatten, denn es war sogar eine hochgiftige Palmlanzenotter, die unweit des Bodens schlafend an einem Zweig hing! Aber seht am besten selbst:

Und gestern haben Marie und ich uns dann also auf den Weg nach Tortuguero gemacht. Da wir diesmal keine Reisegesellschaft gefunden hatten, sind wir eben allein losgezogen. Das war auch mal ganz nett. Denn so bin ich endlich dazu gekommen, mit dem Lesen des Buches anzufangen, das ich bereits seit drei Wochen mit mir herumtrage. Es heißt Bewohnte Frau und ist von Gioconda Belli. Ich habe es zu meinem letzten Geburtstag von Anna geschenkt bekommen, die es thematisch perfekt auf meine Reise abgestimmt hat. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal dafür! :-) Das Buch handelt nämlich von einer jungen nicaraguanischen Architektin aus der Oberschicht, die Ende der 70er Jahre unverhofft mit der Widerstandsbewegung gegen das diktatorische Regime in Berührung kommt und deren Leben sich dadurch radikal verändert. Ich hatte daher mal geplant, es bereits gelesen zu haben, wenn ich nach Nicaragua komme. Wenn ich jedoch weiterhin so schleppend mit dem Lesen vorankomme, wird das eher nichts…

Nun gut, um 7 Uhr ging’s also los. Und zwar zuerst mit dem Bus nach Limon und von dort aus dann mit einem Taxi nach Moin, denn in Moin fuhr um 10 Uhr das Boot nach Tortuguero ab. Die Bootsfahrt führte auf mal eher kleinen und mal größeren Wasserstraßen in etwa vier Stunden (inkl. einer Pause von 20 Minuten) nach Tortuguero, so dass ich gegen 14 Uhr dort ankam und meine neue Unterkunft Miss Miriam beziehen konnte. Die Zimmer haben alle ein eigenes Bad und wirklich eine schöne Lage: vom Fenster aus kann man sogar das Meer sehen! Auf der Bootsfahrt hielten wir übrigens öfter mal an und der Fahrer zeigte uns verschiedene Vögel, Affen oder auch Leguane. Und Bild Trip to Tortuguero 5 zeigt euch auch noch ein weiteres Tier, das wir heute schon gesehen haben. Wer’s zuerst findet (und mir sagt wo und was es ist) wird wieder mit einer Postkarte belohnt! Viel Spaß also beim Suchen! Ich werd jetzt erstmal schlafen gehen, denn um 5.30 Uhr morgen früh startet die Kanutour mit Barbara durch die Wasserkanäle des angrenzenden Nationalparks.

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Bienvenidos a Costa Rica!

Tatsächlich ist es schon soweit und meine Zeit in Panama ist zu Ende! Die letzten 20 Tage vergingen fast wie im Flug und so hieß es am Sonntag: auf nach Costa Rica! Zusammen mit Michelle, einer Schweizerin, die ich in der Sprachschule kennengelernt hatte, machten Marie und ich uns also auf den Weg nach Cahuita, einem kleinen verschlafenen Örtchen an der Karibikküste Costa Ricas, unweit der Grenze. Nach einigen Überlegungen hatten wir uns entschlossen, keinen organisierten Shuttle für die Grenzüberschreitung zu buchen, sondern mit unseren neuen Spanischkenntnissen die Fahrt auf eigene Faust in Angriff zu nehmen und dadurch etwas Geld zu sparen. Und diese Entscheidung erwies sich als vollkommen richtig. Denn mal davon abgesehen, dass wir auf der Fahrt ein paarmal umsteigen mussten, war die Einreise nach Costa Rica extrem unkompliziert und die Touristen, die mit einem Shuttle zur Grenze gefahren waren, mussten sich natürlich in derselben (langen) Schlange anstellen, wie wir das mussten. Aber jetzt mal von Anfang an.

Gegen 10.30 Uhr (geplant war eigentlich 9.30 Uhr…) verabschiedeten wir uns in der Sprachschule in Bocas del Toro und liefen zum Hafen, um mit einem Boot zurück auf’s Festland nach Almirante zu fahren. Leider fuhr das nächste Boot erst um 12 Uhr und wir mussten etwas warten. Die Zeit verging jedoch recht schnell und die Überfahrt kam uns dann auch ziemlich kurz vor, denn das Boot war schon ziemlich schnell unterwegs und man musste sein Handgepäck gut festhalten, damit der Fahrtwind es nicht mitriss. In Almirante nahmen wir dann ein Taxi zur Busstation und dort stand überraschenderweise auch schon ein Bus nach Changuinola bereit, in den wir sofort einsteigen konnten und der bereits 10 Minuten später abfuhr. Wir vermuten übrigens, dass es sich bei diesem Bus um einen ausrangierten indischen Reisebus handelt. Denn die Schriftzeichen und die Dekorationen im Bus (goldene Vorhängchen mit Fransen und Blumen) liessen darauf schließen. :-) Changuinola ist übrigens nicht nur der letzte mit dem Bus erreichbare Ort in Panama vor der Grenze zu Costa Rica, sondern war wohl auch einer der ersten großen Chiquita-Bananen-Plantagen-Standorte. Und auch heute werden noch unvorstellbar große Flächen vom Bananen-Anbau eingenommen. Diese Tatsache hat mich übrigens veranlasst, mich mal etwas genauer über den Bananenanbau hier und die involvierten Firmen zu informieren und ich kann nur jedem empfehlen, das auch mal zu machen. Da wird einem wieder mal vor Augen geführt, wie die Welt funktioniert… Nunja, in Changuinola angekommen, nahmen wir dann jedenfalls zusammen mit zwei Chilenen und einem Argentinier ein Taxi nach Guabito, das heißt zur Grenze. Dank des guten Verhandlungsgeschicks der Chilenin kostete diese etwa 15minütige Taxifahrt jeden von uns nur $1,45. Kaum zu glauben, oder?

An der Grenze standen wir dann zunächst kurz an, um einen Ausreisestempel aus Panama zu bekommen. Anschließend mussten wir uns in einem kleinen Büro in eine Liste eintragen und $3 für die Aus-/Einreise bezahlen. Und dann durften wir die Brücke über den Río Sixaola überqueren, um nach Costa Rica zu kommen. Das war wirklich ein kleines Abenteuer, denn die Brücke ist schon etwas älter und der Bodenbelag teilweise unbefestigt oder etwas löchrig… Auf der Costa Ricanischen Seite hatte sich für die Einreise bereits eine lange Schlange gebildet und wir mussten eine Weile anstehen. Die eigentliche Einreise war dann jedoch total unkompliziert. Wir mussten lediglich ein Visa-Formular ausfüllen und bekamen dann ohne weitere Nachfragen schon unseren Einreisestempel! Ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass es 15.15 Uhr war und wir machten uns auf die Suche nach dem kleinen Busbahnhof, an dem die Busse nach San José und Limon abfahren. Der Busbahnhof war schnell gefunden und wir fanden ebenso schnell heraus, dass der nächste Bus nach Cahuita (mit Endstation Limon) um 16 Uhr abfuhr. Also kauften wir uns für umgerechnet $4 (genau 1980 Colones) ein Ticket und setzten uns in den schattigen Wartebereich. Beim Blick auf unsere Tickets waren wir dann jedoch etwas verwirrt. Denn als Abfahrtszeit stand dort 15 Uhr und da auch schon ein Bus mit Endstation “Limon” bereit stand, fragten wir uns, ob der 15 Uhr-Bus vielleicht noch nicht abgefahren war und noch wartete, bis es genügend Passagiere gab. Plötzlich fiel Michelle jedoch ein, dass Costa Rica in einer anderen Zeitzone als Panama liegt und wir durch die Einreise eine Stunde gewonnen hatten… Es war also nicht 15.30 Uhr, sondern erst 14.30 Uhr! 😀 Für die Zeitverschiebung nach Deutschland bedeutet das, dass es nun nicht mehr “nur” sechs, sondern sieben Stunden sind.

Die Weiterfahrt nach Cahuita dauerte dann nochmal etwa 1,5 Stunden. Glücklicherweise lag das Hostel La Shangria, in dem Michelle für uns reserviert hatte, nur 2-3 Minuten Fußweg entfernt und wir waren schnell am Ziel. Der Aussenbereich ist wirklich geräumig und schön und die Gemeinschafts-Schlafräume haben nur vier Betten. Leider waren die Zimmer jedoch etwas muffig, die Küchenausstattung ziemlich dürftig und der Wasserdruck in den Duschen quasi nicht vorhanden. Und da dann auch noch der Router kaputt ging und es kein Internet gab, beschlossen Michelle und ich gestern, heute in ein anderes Hostel umzuziehen. Jetzt wohnen wir für unseren letzten Tag und die letzte Nacht in den Cabinas Palmer und haben für nur $10 pro Person sogar ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Handtüchern, einer kleinen Terasse mit Tisch und Hängematte und funktionierendem Internet! :-) Schade, dass wir hier nicht schon früher eingezogen sind! Dieses Hostel kann ich nur jedem empfehlen, der hier mal vorbeikommt. Die Besitzer sind wirklich sehr freundlich und das Hostel liegt zudem sehr zentral!

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