Category Archives: Job

Einstand am IZFP

Wahrscheinlich ist es fast egal wohin man geht bzw. wo man neu anfängt zu arbeiten: irgendeine Form von Einstand gibt es wohl überall. Dementsprechend habe ich vorletzten Sonntag meine neue Küche also einem “Härtetest” unterzogen und jede Menge Kuchen und Törtchen gebacken, die ich dann am 18. Mai anlässlich meines Einstandes zur Arbeit mitgenommen habe. Es gab kleine Schokokäsetörtchen, Schokoladen-Schmand-Cupcakes, eine Zitronenmousse-Torte, Erdbeer-Vanille-Tartlets und Knuspereulen. Da meine neuen Kollegen total begeistert waren (insbesondere auch weil alles selbst gemacht war) und ihnen laut eigener Aussage alles ganz ausgezeichnet geschmeckt hat, gab’s dann eine Woche später gleich nochmal einen Kuchen; diesmal hatte ich ein neues Rezept ausprobiert: eine Erdbeer-Frischkäsetorte. Aber seht am besten selbst!

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Die ersten Arbeitstage

Wie versprochen, möchte ich euch diesmal ein bißchen was über meine ersten Tage im neuen Job berichten. Seit dem 1. Mai bin ich nun also am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) in Saarbrücken. Ich bin dort in der Abteilung Materialcharakterisierung, Arbeitsgruppe Ultraschall gelandet und werde die nächsten zwei Jahre den Einfluss von herstellungsbedingten Ungänzen (sozusagen Fehlstellen) auf das Werkstoffverhalten von Stahlguss untersuchen.

Wahrscheinlich fragen sich die meisten nun: was hat denn das mit Geophysik zu tun?! Die Antwort ist ehrlich gesagt ganz einfach, wenn auch vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Denn in der Geophysik untersucht man mithilfe von (elastischer) Wellenausbreitung die Erde, um sie einerseits genauer kennenzulernen und besser zu verstehen und andererseits um Lagerstätten ausfindig zu machen. Und in der zerstörungsfreien Materialprüfung untersucht man verschiedene Werkstücke oder auch Werkstoffe, um einerseits ihr Verhalten besser zu verstehen und andererseits um Fehlstellen im Material zu lokalisieren (z.B. aus Sicherheitsgründen). Die Grundlagen sind dieselben; man muss lediglich die Skala anpassen. Denn während beispielsweise in der Seismik Lagerstätten in mehreren Kilometern Tiefe ausfindig gemacht werden sollen, interessiert man sind in der Materialprüfung für Fehlstellen von wenigen Millimetern (oder sogar noch kleinere).

Nun gut, wie ist es nun also im neuen Job, in einer neuen Stadt mit neuen Kollegen auf einem neuen Fachgebiet? Kurz zusammengefasst: soweit ganz gut! 😀 Mein strukturierter und durchdachter Eindruck vom Vorstellungsgespräch hat sich bislang auf jeden Fall bewahrheitet. Es gab zwar zwischenzeitlich bereits eine personelle Änderung und der Arbeitsgruppenleiter der Ultraschallgruppe, den ich beim Vorstellungsgespräch kennengelernt hatte, leitet jetzt leider eine andere Arbeitsgruppe (Magnetik). Aber sowas kann natürlich immer passieren und muss nicht schlimm sein. Als ich am ersten Arbeitstag morgens ankam, war jedenfalls schon ein Büro mit Arbeitsplatz für mich vorbereitet. Ich hatte außerdem eine eingerichtete E-Mail-Adresse sowie einen Zugang, den ich nur durch eine persönliche Unterschrift und eine Passwort-Generierung freischalten musste und dann konnte es im Grunde schon losgehen. Natürlich mussten auch noch einige andere Formalitäten erledigt werden (ehrlich gesagt musste ein ganzer DIN A4-Laufzettel abgearbeitet werden und eine Arbeitsmedizinische Untersuchung hatte ich auch noch), aber insgesamt war es ziemlich unkompliziert und alle waren sehr nett und hilfsbereit!

Seit ziemlich genau drei Wochen (obwohl man Dank des Mais einige Feiertage abziehen muss… eigentlich der perfekte Monat um einen neuen Job anzufangen! 😉 ) arbeite ich mich nun also in mein neues Themengebiet ein, lese fleißig Literatur, schreibe Wissenswertes zusammen und schau mir verschiedene Messgeräte an. Dass ich “meine Welt” noch ein ganzes Stück kleiner skalieren muss als sie es im Rahmen der Bohrlochgeophysik relativ gesehen zur “konventionellen Explorationsseismik” sowieso schon war, war mir zwar bewusst; als ich letzte Woche aber mal verschiedene 2MHz-Piezo-Prüfköpfe in der Hand hatte, musste ich dann doch ein bißchen grinsen… Klein ist in diesem Fall nämlich wirklich sehr klein!!! Ich hab euch mal einen Prüfkopf fotografiert (als Maßstab liegt ein herkömmlicher Kugelschreiber daneben); man beachte bitte, dass es sich dabei um einen SE-Prüfkopf handelt, also einen Prüfkopf, der sowohl Sender als auch Empfänger (in Form von zwei getrennten Piezo-Schwingern) vereint und der aus Anwendungsgründen auf einen Plexiglaskeil aufgeschraubt ist. Natürlich gibt es auch größere Exemplare, aber alle, die ich bisher gesehen habe, passen problemlos in (m)eine Hand. 😉

 

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Finally: NEWS!

Jetzt habt ihr euch ganz schön lang gedulden müssen… aber hier ist sie nun, die Neuigkeit, auf die ihr (und zugegebenermaßen ich selbst auch) so lange habt warten müssen. Am vergangenen Mittwoch habe ich endlich einen Arbeitsvertrag unterschrieben und morgen geht es dann auch schon los. Mein neuer Job ist am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZfP) in Saarbrücken. Die Stelle ist im Bereich der Materialcharakterisierung mit Ultraschall angesiedelt und zunächst auf zwei Jahre befristet, soll aber langfristig eingerichtet werden.

In den nächsten Tagen werd ich euch auf jeden Fall mehr berichten: über die Wohnungssuche, über Saarbrücken selbst und vorallem natürlich über meinen ersten Arbeitstag bzw. meine ersten Arbeitstage! Ich bin schon total gespannt wie’s wird. Kann ja aber eigentlich nur gut werden: Marie und ich haben schließlich schon ganz andere Sachen zusammen geschafft! 😉

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