Havanna

10. – 13. April 2017

Nach 3,5 Stunden Flug ab Toronto war am Montagmorgen dann auch die letzte kleine Distanz überwunden und wir kamen etwas müde aber voller Vorfreude in Kuba an. Für die ersten dreieinhalb Tage lautete das Ziel Havanna. Die Unterkunft im Stadtteil Havanna Vieja (“Altes Havanna”) hatten wir vorab gebucht, um den Start unserer Rundreise möglichst angenehm zu gestalten. Einreise, Geldtauschen, Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt (einen Bus für diese Strecke gibt es nicht) und auch die restlichen mit der Ankunft verbundenen Dinge verliefen problemlos, sodass wir uns nach einer kurzen Pause im Hotel aufmachten, um in einem ersten Anlauf die Stadt zu erkunden.

Man benötigt nicht viel Zeit in Havanna, um festzustellen, dass sich momentan alles im Wandel befindet. Überall wird restauriert und saniert, an jeder Ecke entstehen neue Läden und Restaurants, die recht offensichtlich einem westlichen Vorbild entsprechen und neben den durchaus farbenfrohen (aber häufig in einem eher schlechten Zustand befindlichen) Oldtimern und Ladas fahren jede Menge neuere Autos durch die Straßen (wir haben sogar ein Audi-Taxi in sehr gutem Zustand gesehen). Überhaupt scheint in Havanna alles und jeder ständig in Bewegung zu sein, was nicht heißen soll, dass alle Dinge hier besonders schnell oder reibungslos laufen würden. Es kann durchaus vorkommen, dass man in einem Restaurant eine halbe Stunde warten muss, bis man überhaupt eine Karte bekommt. Und auch Auskünfte über mögliche Ausflugsziele (wenn sie nicht den super-touristischen entsprechen) sind nur schwer bis gar nicht zu bekommen. Selbstverständlich ist diese “Go-Slow”-Mentalität Teil der Kultur und damit Teil der Reiseerfahrung. Meiner bisherigen Erfahrung nach geht diese jedoch häufig einher mit einer immensen Freundlichkeit und einer noch größeren Hilfsbereitschaft der Menschen. In Havanna hat mir dieser Teil ein wenig gefehlt, zumal man sagen muss, dass Havanna preislich absolut mit einer westlichen Metropole mithalten kann. Die allermeisten Menschen scheinen momentan so viel mit der Veränderung beschäftigt zu sein und darin noch ihren Platz (um nicht zu sagen ihren Vorteil) zu suchen, dass für Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nur bedingt Platz bleibt. Vielleicht haben wir aber auch nur die falschen Leute getroffen oder es liegt am Großstadt-Flair insgesamt… Wir werden sehen, was die weitere Reise bringt, die uns ja erstmal in ländlichere Gebiete führen wird.

Nichtsdestotrotz haben wir die Zeit in Havanna natürlich genutzt, um die Stadt zu erkunden. Wir haben die Stadtviertel Havanna Vieja, Havanna Centro, Vedado und die Vororte Playa, Parque Lenin und Marianao zu Fuß und mit dem Bus besucht; wir sind sogar mit einem lokalen Metro-Bus auf “die andere Seite” der Stadt gefahren, das heißt in einem Tunnel unter der Meeresbucht hindurch zum Parque Histórico Militar Morro-Cabaña (u.a. steht dort das zwischen 1589 und 1630 erbaute Fort, das den Hafen von Havanna vor Piraten und anderen Angreifern schützen sollte). Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die “Skyline” von Havanna. Selbstverständlich haben wir auch die geschichtlich aufgeladenen Orte der Stadt wie den Plaza de la Revolución, das Hotel Inglaterra, den Friedhof “Necrópolis Cristóbal Colón” den Parque Central, das Hotel Nacional, die amerikanische Botschaft, den Malecón, und und und nicht ausgelassen. Aber verschafft euch am besten selbst einen Eindruck auf den folgenden Fotos.

Ich freue mich schon, dass es uns als nächstes in ländlichere Gebiete führt. Mal sehen, wie gut das mit dem Mietwagen klappt. 🙂

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