First days in Saarbrücken

Wie versprochen folgt hier nun ein kurzer Bericht über meine Wohnungssuche und meine ersten Tage in Saarbrücken. Zunächst dachte ich ja, es sei ganz einfach eine Wohnung zu finden, denn auf den üblichen Online-Suchportalen gab es bei einer ersten kurzen Recherche jede Menge interessante Angebote, die noch dazu nicht schon nach dem ersten Tag vergeben waren. Der Saarbrücker Wohnungsmarkt ist so gesehen wesentlich entspannter als der in Karlsruhe oder Heidelberg. Leider hat sich aber ebenso schnell herausgestellt, dass die allerallerallermeisten Wohnungen über Maklerbüros vermietet werden und noch dazu keine Einbauküche haben… Eine gewisse Kostspieligkeit bezüglich des Umzugs ließ sich daher nicht vermeiden. Das hatte dann aber auch zur Folge, dass es mit der Entscheidung für eine Wohnung gar nicht so einfach war (auch wenn ich in der glücklichen Lage bin, dass mein neuer Arbeitgeber einen Umzugskostenzuschuss gewährt hat). Denn da ich in Makler und in eine Küche investieren musste, wollte ich natürlich auch gleich “was Richtiges” finden und nicht erstmal irgendwo einziehen und dann ggf. nach einem halben Jahr oder Jahr nochmal was Neues suchen. Es galt also eine Wohnung zu finden, in der ich mich auf Anhieb wohlfühlte, die gut angebunden (sowohl in die Innenstadt als auch zur Arbeit) und am liebsten nicht komplett renovierungsbedürftig ist. Diejenigen, die mich etwas besser kennen, können sich sicherlich vorstellen, dass das mit meinen Ansprüchen gar nicht so einfach war… 😀

Insgesamt hab ich mir letztlich etwa 15 Wohnungen angeschaut und als ich schon dachte, dass ich wohl doch erstmal in ein möbliertes 1-Zimmer-Appartment ziehen muss, hab ich sie dann doch noch gefunden: eine großzügige 2,5-Zimmerwohnung in einem 3-Familienhaus mit Gartennutzung im Wohngebiet Am Homburg, das ziemlich genau mittig zwischen der Saarbrücker Innenstadt und dem Campus der Universität des Saarlandes liegt (an dessen Rande widerum das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren seinen Standort hat)!

Und da das Haus und somit auch meine neue Wohnung glücklicherweise erst vor knapp zwei Jahren kernsaniert wurden (neue Heizung, neue Elektrik, neue Wasserrohre, neue Fenster, etc), musste ich bei Einzug tatsächlich nicht viel machen außer einigen kleineren Schönheitsarbeiten. Die Küche und die Vorhangstangen sowie einige Schals und Lampen konnte ich zudem (nach zähen Verhandlungen!) von den Vormietern übernehmen und so stand eigentlich einem relativ entspannten Umzug nichts im Wege… Allerdings habe ich (vermutlich aufgrund einer rosaroten Wohnungsverliebtheitsbrille) leider übersehen, dass es doch einiges (und wir reden hier wirklich von EINIGEM!) zu putzen gibt. Denn Indizien legen nahe, dass die Fenster beispielsweise noch nie seit ihrem Einbau vor knapp zwei Jahren geputzt wurden (in den Rahmen lagen/liegen noch die weißen Kunststoffbohrspäne vom Einbau; allerdings schwarz verdreckt) und für den Backofen inkl. Teleskopauszug, Blech und Rost habe ich etwa fünf Stunden gebraucht; um nur mal zwei Punkte zu erwähnen…

Da deshalb schnell klar war, dass ich das alles vor (m)einem Umzug nicht mehr schaffen werde, hatte ich also beschlossen, meine Sachen trotzdem nach Saarbrücken zu transportieren, in der Wohnung häufchenweise unterzustellen und dann nach und nach ein Zimmer nach dem anderen komplett zu reinigen und einzurichten.

Der Umzug an sich lief abschnittsweise schneller und besser und dann auch wieder deutlich schlechter und zäher als ich geplant hatte. Dank ausgesprochen tollen und extrem fleißigen Helfern (Richie, Sarah, Bernie und Vera: ihr seid einfach die Besten! An dieser Stelle nochmal vielen vielen Dank!!!) haben wir es aber dennoch geschafft, an einem Tag alles (bis auf fünf Kartons und zwei Stühle, die letztlich wirklich nicht mehr reingepasst haben) in einen großen 3,5t-Transporter einzuladen (ich sag da nur Extrem-Tetris!), nach Saarbrücken zu transportieren, dort auszuladen, Schlafzimmerschrank und -bett aufzubauen und wieder zurückzufahren. Das mit dem Schlafzimmerschrank auf Original Dielenboden von 1935 war leider auch ein bißchen komplizierter als ich mir hätte vorstellen können; aber zu Bernies Leid waren die knapp 3cm Höhenunterschied auf 2,50m Schrankbreite einfach zu viel für meinen Geschmack und wir kamen um ein bißchen Bastelei nicht drumrum…

Darüberhinaus haben Richie und ich am selben Tag auch noch die Küchenoberschränke abgehängt (das war übrigens dank eines qualitativ schlechten Aufhängesystems auch deutlich langwieriger als vermutet). Da mein Vormieter jedoch gut 2m groß ist, bin ich mit meinen Fingerspitzen nicht mal an den obersten Einlegeboden der Hängeschränke gekommen und das wäre auf Dauer einfach zu unpraktisch gewesen. Die Schränke mussten also um etwa 20cm runtergehängt werden und wie das bei solchen Aktionen üblicherweise der Fall ist, haben sich dabei einige Anschlussarbeiten ergeben, die man im Vornherein nicht wirklich abschätzen konnte. 😉

Mittlerweile sind aber Küche, Schlafzimmer und Bad bis auf ein paar Kleinigkeiten soweit fertig und mein Arbeitsbereich ist auch auf einem sehr guten Weg! Momentan kann man eigentlich jeden Tag einen kleinen Fortschritt erkennen und es macht richtig Spaß zu sehen, wie sich alles entwickelt! Ich freu mich schon, euch in ein paar Tagen wieder von einigen Neuigkeiten berichten zu können und wünsche euch bis dahin eine schöne Zeit!

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