Monthly Archives: Mai 2015

Einstand am IZFP

Wahrscheinlich ist es fast egal wohin man geht bzw. wo man neu anfängt zu arbeiten: irgendeine Form von Einstand gibt es wohl überall. Dementsprechend habe ich vorletzten Sonntag meine neue Küche also einem “Härtetest” unterzogen und jede Menge Kuchen und Törtchen gebacken, die ich dann am 18. Mai anlässlich meines Einstandes zur Arbeit mitgenommen habe. Es gab kleine Schokokäsetörtchen, Schokoladen-Schmand-Cupcakes, eine Zitronenmousse-Torte, Erdbeer-Vanille-Tartlets und Knuspereulen. Da meine neuen Kollegen total begeistert waren (insbesondere auch weil alles selbst gemacht war) und ihnen laut eigener Aussage alles ganz ausgezeichnet geschmeckt hat, gab’s dann eine Woche später gleich nochmal einen Kuchen; diesmal hatte ich ein neues Rezept ausprobiert: eine Erdbeer-Frischkäsetorte. Aber seht am besten selbst!

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Die ersten Arbeitstage

Wie versprochen, möchte ich euch diesmal ein bißchen was über meine ersten Tage im neuen Job berichten. Seit dem 1. Mai bin ich nun also am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) in Saarbrücken. Ich bin dort in der Abteilung Materialcharakterisierung, Arbeitsgruppe Ultraschall gelandet und werde die nächsten zwei Jahre den Einfluss von herstellungsbedingten Ungänzen (sozusagen Fehlstellen) auf das Werkstoffverhalten von Stahlguss untersuchen.

Wahrscheinlich fragen sich die meisten nun: was hat denn das mit Geophysik zu tun?! Die Antwort ist ehrlich gesagt ganz einfach, wenn auch vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Denn in der Geophysik untersucht man mithilfe von (elastischer) Wellenausbreitung die Erde, um sie einerseits genauer kennenzulernen und besser zu verstehen und andererseits um Lagerstätten ausfindig zu machen. Und in der zerstörungsfreien Materialprüfung untersucht man verschiedene Werkstücke oder auch Werkstoffe, um einerseits ihr Verhalten besser zu verstehen und andererseits um Fehlstellen im Material zu lokalisieren (z.B. aus Sicherheitsgründen). Die Grundlagen sind dieselben; man muss lediglich die Skala anpassen. Denn während beispielsweise in der Seismik Lagerstätten in mehreren Kilometern Tiefe ausfindig gemacht werden sollen, interessiert man sind in der Materialprüfung für Fehlstellen von wenigen Millimetern (oder sogar noch kleinere).

Nun gut, wie ist es nun also im neuen Job, in einer neuen Stadt mit neuen Kollegen auf einem neuen Fachgebiet? Kurz zusammengefasst: soweit ganz gut! 😀 Mein strukturierter und durchdachter Eindruck vom Vorstellungsgespräch hat sich bislang auf jeden Fall bewahrheitet. Es gab zwar zwischenzeitlich bereits eine personelle Änderung und der Arbeitsgruppenleiter der Ultraschallgruppe, den ich beim Vorstellungsgespräch kennengelernt hatte, leitet jetzt leider eine andere Arbeitsgruppe (Magnetik). Aber sowas kann natürlich immer passieren und muss nicht schlimm sein. Als ich am ersten Arbeitstag morgens ankam, war jedenfalls schon ein Büro mit Arbeitsplatz für mich vorbereitet. Ich hatte außerdem eine eingerichtete E-Mail-Adresse sowie einen Zugang, den ich nur durch eine persönliche Unterschrift und eine Passwort-Generierung freischalten musste und dann konnte es im Grunde schon losgehen. Natürlich mussten auch noch einige andere Formalitäten erledigt werden (ehrlich gesagt musste ein ganzer DIN A4-Laufzettel abgearbeitet werden und eine Arbeitsmedizinische Untersuchung hatte ich auch noch), aber insgesamt war es ziemlich unkompliziert und alle waren sehr nett und hilfsbereit!

Seit ziemlich genau drei Wochen (obwohl man Dank des Mais einige Feiertage abziehen muss… eigentlich der perfekte Monat um einen neuen Job anzufangen! 😉 ) arbeite ich mich nun also in mein neues Themengebiet ein, lese fleißig Literatur, schreibe Wissenswertes zusammen und schau mir verschiedene Messgeräte an. Dass ich “meine Welt” noch ein ganzes Stück kleiner skalieren muss als sie es im Rahmen der Bohrlochgeophysik relativ gesehen zur “konventionellen Explorationsseismik” sowieso schon war, war mir zwar bewusst; als ich letzte Woche aber mal verschiedene 2MHz-Piezo-Prüfköpfe in der Hand hatte, musste ich dann doch ein bißchen grinsen… Klein ist in diesem Fall nämlich wirklich sehr klein!!! Ich hab euch mal einen Prüfkopf fotografiert (als Maßstab liegt ein herkömmlicher Kugelschreiber daneben); man beachte bitte, dass es sich dabei um einen SE-Prüfkopf handelt, also einen Prüfkopf, der sowohl Sender als auch Empfänger (in Form von zwei getrennten Piezo-Schwingern) vereint und der aus Anwendungsgründen auf einen Plexiglaskeil aufgeschraubt ist. Natürlich gibt es auch größere Exemplare, aber alle, die ich bisher gesehen habe, passen problemlos in (m)eine Hand. 😉

 

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Neuigkeiten aus Saarbrücken

Nun bin ich schon seit gut zwei Wochen in Saarbrücken und auch wenn meine neue Wohnung gefühlt nur sehr langsam Fortschritte macht, geht es dennoch voran! Das Arbeitszimmer ist eingerichtet (es hängen sogar schon ein paar Bilder an der Wand) und bis auf ein paar Details (weitgehend dekorativer Natur) ist es damit soweit erstmal fertig. Zwischen Wohn- und Esszimmer hab ich außerdem zwischenzeitlich ein paarmal verschiedene Möbel getauscht und viele viele Kisten ausgepackt, sodass man nun problemlos durch das (noch im Entstehungsprozess befindliche) Wohnzimmer durchlaufen kann. Eine Couch hab ich auch schon gekauft; allerdings hat sie etwa neun Wochen Lieferzeit. Es wird also sicher Ende Juni, Anfang/Mitte Juli, bis das Wohnzimmer auch als solches genutzt werden kann. Gestern hab ich mich dann noch nach einigem Hin und Her endlich für einen neuen Schuhschrank entschieden, den ich abends auch gleich in meinem kleinen Flur aufgebaut habe. Die meisten Schuhe sind auch schon eingeräumt; ich muss allerdings noch zwei weitere Einlegeböden besorgen, damit auch wirklich alle meine Schuhe reinpassen (jaja… es sind einige…) und dann müssen noch die Türen montiert und gestaltet werden. Das muss aber erstmal warten, denn zum einen geht das Türenmontieren allein nur schlecht und zum anderen muss ich mir dafür erstmal genau überlegen, wie die Türen aussehen sollen.

Und was ist sonst noch passiert? *denkdenkdenk* Am Freitag war der Telekom-Techniker da, sodass ich jetzt (nach zwei Wochen Surfstick) endlich “richtiges” und vorallem schnelleres Internet hab. Davon abgesehen bin ich jetzt auch wieder über’s Festnetz erreichbar und der Fernseher funktioniert ganz offiziell auch. Ach ja, und die letzte für heute wirklich wichtige und total coole Neuigkeit ist: ich hab eine Waschmaschine! Meine erste eigene Waschmaschine!!! 😀 Die ersten beiden Ladungen wurden auch schon gewaschen und so kann ich mit Stolz bestätigen, dass sie nicht nur hübsch aussieht, sondern auch tadellos wäscht!

So, das muß für heute genügen. Morgen muss ich nämlich ziemlich früh raus. Beim nächsten Mal gibt’s dann aber endlich auch Infos über meinen neuen Arbeitsplatz! Versprochen!

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First days in Saarbrücken

Wie versprochen folgt hier nun ein kurzer Bericht über meine Wohnungssuche und meine ersten Tage in Saarbrücken. Zunächst dachte ich ja, es sei ganz einfach eine Wohnung zu finden, denn auf den üblichen Online-Suchportalen gab es bei einer ersten kurzen Recherche jede Menge interessante Angebote, die noch dazu nicht schon nach dem ersten Tag vergeben waren. Der Saarbrücker Wohnungsmarkt ist so gesehen wesentlich entspannter als der in Karlsruhe oder Heidelberg. Leider hat sich aber ebenso schnell herausgestellt, dass die allerallerallermeisten Wohnungen über Maklerbüros vermietet werden und noch dazu keine Einbauküche haben… Eine gewisse Kostspieligkeit bezüglich des Umzugs ließ sich daher nicht vermeiden. Das hatte dann aber auch zur Folge, dass es mit der Entscheidung für eine Wohnung gar nicht so einfach war (auch wenn ich in der glücklichen Lage bin, dass mein neuer Arbeitgeber einen Umzugskostenzuschuss gewährt hat). Denn da ich in Makler und in eine Küche investieren musste, wollte ich natürlich auch gleich “was Richtiges” finden und nicht erstmal irgendwo einziehen und dann ggf. nach einem halben Jahr oder Jahr nochmal was Neues suchen. Es galt also eine Wohnung zu finden, in der ich mich auf Anhieb wohlfühlte, die gut angebunden (sowohl in die Innenstadt als auch zur Arbeit) und am liebsten nicht komplett renovierungsbedürftig ist. Diejenigen, die mich etwas besser kennen, können sich sicherlich vorstellen, dass das mit meinen Ansprüchen gar nicht so einfach war… 😀

Insgesamt hab ich mir letztlich etwa 15 Wohnungen angeschaut und als ich schon dachte, dass ich wohl doch erstmal in ein möbliertes 1-Zimmer-Appartment ziehen muss, hab ich sie dann doch noch gefunden: eine großzügige 2,5-Zimmerwohnung in einem 3-Familienhaus mit Gartennutzung im Wohngebiet Am Homburg, das ziemlich genau mittig zwischen der Saarbrücker Innenstadt und dem Campus der Universität des Saarlandes liegt (an dessen Rande widerum das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren seinen Standort hat)!

Und da das Haus und somit auch meine neue Wohnung glücklicherweise erst vor knapp zwei Jahren kernsaniert wurden (neue Heizung, neue Elektrik, neue Wasserrohre, neue Fenster, etc), musste ich bei Einzug tatsächlich nicht viel machen außer einigen kleineren Schönheitsarbeiten. Die Küche und die Vorhangstangen sowie einige Schals und Lampen konnte ich zudem (nach zähen Verhandlungen!) von den Vormietern übernehmen und so stand eigentlich einem relativ entspannten Umzug nichts im Wege… Allerdings habe ich (vermutlich aufgrund einer rosaroten Wohnungsverliebtheitsbrille) leider übersehen, dass es doch einiges (und wir reden hier wirklich von EINIGEM!) zu putzen gibt. Denn Indizien legen nahe, dass die Fenster beispielsweise noch nie seit ihrem Einbau vor knapp zwei Jahren geputzt wurden (in den Rahmen lagen/liegen noch die weißen Kunststoffbohrspäne vom Einbau; allerdings schwarz verdreckt) und für den Backofen inkl. Teleskopauszug, Blech und Rost habe ich etwa fünf Stunden gebraucht; um nur mal zwei Punkte zu erwähnen…

Da deshalb schnell klar war, dass ich das alles vor (m)einem Umzug nicht mehr schaffen werde, hatte ich also beschlossen, meine Sachen trotzdem nach Saarbrücken zu transportieren, in der Wohnung häufchenweise unterzustellen und dann nach und nach ein Zimmer nach dem anderen komplett zu reinigen und einzurichten.

Der Umzug an sich lief abschnittsweise schneller und besser und dann auch wieder deutlich schlechter und zäher als ich geplant hatte. Dank ausgesprochen tollen und extrem fleißigen Helfern (Richie, Sarah, Bernie und Vera: ihr seid einfach die Besten! An dieser Stelle nochmal vielen vielen Dank!!!) haben wir es aber dennoch geschafft, an einem Tag alles (bis auf fünf Kartons und zwei Stühle, die letztlich wirklich nicht mehr reingepasst haben) in einen großen 3,5t-Transporter einzuladen (ich sag da nur Extrem-Tetris!), nach Saarbrücken zu transportieren, dort auszuladen, Schlafzimmerschrank und -bett aufzubauen und wieder zurückzufahren. Das mit dem Schlafzimmerschrank auf Original Dielenboden von 1935 war leider auch ein bißchen komplizierter als ich mir hätte vorstellen können; aber zu Bernies Leid waren die knapp 3cm Höhenunterschied auf 2,50m Schrankbreite einfach zu viel für meinen Geschmack und wir kamen um ein bißchen Bastelei nicht drumrum…

Darüberhinaus haben Richie und ich am selben Tag auch noch die Küchenoberschränke abgehängt (das war übrigens dank eines qualitativ schlechten Aufhängesystems auch deutlich langwieriger als vermutet). Da mein Vormieter jedoch gut 2m groß ist, bin ich mit meinen Fingerspitzen nicht mal an den obersten Einlegeboden der Hängeschränke gekommen und das wäre auf Dauer einfach zu unpraktisch gewesen. Die Schränke mussten also um etwa 20cm runtergehängt werden und wie das bei solchen Aktionen üblicherweise der Fall ist, haben sich dabei einige Anschlussarbeiten ergeben, die man im Vornherein nicht wirklich abschätzen konnte. 😉

Mittlerweile sind aber Küche, Schlafzimmer und Bad bis auf ein paar Kleinigkeiten soweit fertig und mein Arbeitsbereich ist auch auf einem sehr guten Weg! Momentan kann man eigentlich jeden Tag einen kleinen Fortschritt erkennen und es macht richtig Spaß zu sehen, wie sich alles entwickelt! Ich freu mich schon, euch in ein paar Tagen wieder von einigen Neuigkeiten berichten zu können und wünsche euch bis dahin eine schöne Zeit!

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Finally: NEWS!

Jetzt habt ihr euch ganz schön lang gedulden müssen… aber hier ist sie nun, die Neuigkeit, auf die ihr (und zugegebenermaßen ich selbst auch) so lange habt warten müssen. Am vergangenen Mittwoch habe ich endlich einen Arbeitsvertrag unterschrieben und morgen geht es dann auch schon los. Mein neuer Job ist am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZfP) in Saarbrücken. Die Stelle ist im Bereich der Materialcharakterisierung mit Ultraschall angesiedelt und zunächst auf zwei Jahre befristet, soll aber langfristig eingerichtet werden.

In den nächsten Tagen werd ich euch auf jeden Fall mehr berichten: über die Wohnungssuche, über Saarbrücken selbst und vorallem natürlich über meinen ersten Arbeitstag bzw. meine ersten Arbeitstage! Ich bin schon total gespannt wie’s wird. Kann ja aber eigentlich nur gut werden: Marie und ich haben schließlich schon ganz andere Sachen zusammen geschafft! 😉

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