Zurück in Toronto

Unser Road-Trip von Toronto aus durch Prince Edward County nach Kingston, weiter nach Ottawa und schließlich nach Quebec City brachte schließlich gute 1000 Kilometer auf den Tacho und so traten wir am Samstag den Rückweg an… Um die Autofahrt nicht zu anstrengend werden zu lassen, beschlossen wir nochmal in Kingston zu übernachten. Dies lag nicht nur ziemlich genau auf halber Strecke, sondern war besonders cool, da wir über AirBnB (ein OnlinePortal zur Vermittlung von privaten Unterkünften) ein Segelboot im Hafen von Kingston gefunden hatten, in dem wir günstig übernachten konnten. Wir waren also nicht nur total zentral in der Stadt, sondern wurden nachts auch noch von den Wellen sanft in den Schlaf gewogen! Außerdem konnten wir so das Fußballspiel Holland – Costa Rica schauen. :-)

Am Sonntagvormittag ging’s dann weiter in Richtung Toronto und nach einem kurzen Frühstücksstopp in Napanee (Geburtstort von Avril Lavigne) und einem späteren Stopp auf dem Weingut Hubbs Creek in Prince Edward County, kamen wir am späten Nachmittag wieder wohlbehalten in Toronto an. Der Kilometerstand zeigte mittlerweile gute 2000 Kilometer und so waren wir doch irgendwie froh, wieder “zuhause” zu sein. Außerdem stand am Montag das Backen einer Schwarzwälder Kirschtorte auf dem Plan, da einer von Grahams Freunden (Dave) am Wochenende Geburtstag gehabt hatte und ich angeboten hatte, einen Kuchen zu backen. In meiner Back-Euphorie und Überheblichkeit hab ich allerdings nicht daran gedacht, dass nicht jeder ein halbes Vermögen für Backutensilien ausgibt (wie das in meiner Familie so üblich ist…) und so gestaltete sich das Backen dann doch deutlich komplizierter als ich mir das vorgestellt hatte (keine Waage, kein Sieb (für das Mehl), anderer Backofen (Fahrenheit), usw…). Die Torte sah am Ende zwar gut aus und dem Feedback nach zu urteilen hat sie auch allen geschmeckt – eine richtige Schwarzwälder Kirschtorte war es in meinen Augen letztlich aber nicht; denn der Biscuit war irgendwie mehr ein Rührteig… aber gut: war dann halt die kanadische Version einer Schwarzwälder Kirschtorte… 😉 Am selben Abend sind wir dann noch alle zusammen zu einem Baseball-Spiel von Daves Sohn Evan gegangen und ich habe mein erstes Baseball-Spiel live erlebt; natürlich begleitet von jeder Menge Regel-Erläuterungen.

Am Dienstag stand dann auch schon der nächste aufregende Programmpunkt auf dem Plan, denn wir hatten ein Treffen aller Kanadier, die bei der Belize-Rundreise dabei waren, organisiert. Das war besonders einfach, weil alle aus Toronto bzw. der näheren Umgebung kamen und wir uns daher einfach in Toronto treffen konnten. 😀 Der erste Programmpunkt sah einen Besuch im Mystery Room vor, eine Art Labyrinth, in dem man sich sukzsessive von einem zum nächsten Raum vorarbeiten muss, indem man verschiedene Rätsel löst, Tipps findet, usw. Das war ein wirklich großer Spaß – auch wenn wir uns zwischendurch wohl ein bißchen doof angestellt haben. In den meisten Fällen war unsere Herangehensweise glaub ich einfach etwas zu wissenschaftlich… 😉
Anschließend suchten wir uns eine SportsBar, in der wir das Deutschland-Brasilien-Spiel schauen konnten und ich muss wohl keinem erzählen, dass das ein ganz besonderes Vergnügen war! 7:1! Mann, Mann, Mann… Marie und ich waren ja überzeugt, dass wir gewinnen würden… aber mit diesem Ergebnis haben nicht mal wir gerechnet…. 😀 Ich bin wirklich total gespannt auf das Finalspiel morgen!
Im Anschluss an das Spiel trafen wir uns dann bei Maxine und Drew zuhause. Drew ist ein passionierter Hobbykoch und zusammen mit Maxine bereitete er ein ganz ausgezeichnetes Fünf-Gänge-Menü für uns zu. Zum Warmwerden gab’s Baguette, das man in Guacamole oder einen Humus-Dip tunken konnte. Weiter ging’s mit einer Art Miso-Suppe. Anschließend gab es gegrilltes Lachsfilet mit gedünstetem Gemüse und Kartoffelbrei. Zum Nachtisch bekamen wir kleine Biscuittörtchen mit Sahne und Früchten und abschließend gab es sogar noch eine Käseplatte!!! Es schmeckte wirklich ganz ausgezeichnet und alle freuten sich sehr über unser Wiedersehen! Begleitet wurde das Essen natürlich von zahlreichen Anekdoten aus Belize, aber auch von Geschichten, was so in der Zwischenzeit alles passiert ist! Es war ein wirklich ganz wunderbarer Abend und so war ich gar nicht so sehr überrascht, dass wir erst gegen 2 Uhr schlafen gingen.

Und was hab ich sonst noch so gemacht? Irgendwie jede Menge und dann auch wieder nichts… 😀 Wäsche musste zwischendurch ja auch gewaschen werden, wir waren einkaufen, haben Fußball geschaut, uns ein bißchen um die Gartenpflege gekümmert und am Freitag haben wir dann nochmal einen Tagesausflug an den Strand gemacht. Konkret sind wir ins etwa 140km entfernte Wasaga Beach am Lake Huron gefahren, einer der fünf großen Seen in Kanada und den USA. Das Wetter war wirklich ganz wunderbar: ich lag zum ersten Mal in diesem Jahr an einem Strand, ohne über die Maßen zu schwitzen und hab es dennoch geschafft, einen kleinen Sonnenbrand zu bekommen… 😉

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