Quebec City

Von Ottawa aus ging’s weiter nach Quebec City, der Hauptstadt von Quebec, der einzigen offiziell französisch-sprachigen Provinz Kanadas. Zusammen mit Nova Scotia, New Brunswick und Ontario gehört Quebec zu den Gründungsprovinzen der Kanadischen Konföderation und ist somit eine der ältesten Provinzen Kanadas. Die Gründung der sogenannten Dominion Kanada, das heißt einer selbst-verwalteten Kolonie des Britischen Reiches, fand 1867 statt. Da Quebec jedoch vor dieser Zeit französische Kolonie war, ist auch heute noch der französische Einfluss deutlich zu erkennen. Viele Aspekte aus Architektur, Sprache, Religion und Verwaltung lassen die Wurzeln deutlich erkennen.

Quebec City, 1608 gegründet von Samuel de Champlain, war von Anfang an die Hauptstadt des damaligen Neufrankreichs und hält seinen Status als Hauptstadt der Provinz Quebec bis heute. Insbesondere wenn man nach Old Quebec City geht, das heißt den alten Teil von Quebec City, der noch heute von den damaligen Stadtmauern umschlossen ist, fühlt man sich ein bißchen wie in Frankreich, auch wenn die nordamerikanischen Einflüssen deutlich zu sehen sind. Dieser gut 400 Jahre alte Teil der Stadt beinhaltet die wohl ältesten Bauwerke, die man in Nordamerika finden kann und gilt daher unter Kanadiern als beliebtes Reiseziel.

In den beiden Tagen, die wir in der Stadt verbrachten, erkundeten wir am ersten Tag bei strahlendem Sonnenschein in etwa 6 Stunden den alten Teil von Quebec City zu Fuß. Wir besuchten außerdem ein Museum zur Bedeutung sowie zur Gründungsgeschichte der Stadt und nahmen an einer Führung durch die Citadelle de Quebec teil, einer alten Festung, die ursprünglich zur Verteidigung der Stadt von den Franzosen erbaut, letztlich jedoch von den Engländern nach derem Sieg über die Franzosen erst richtig ausgebaut wurde. Am zweiten Tag schauten wir dann zuerst das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich, das besonders interessant war, da ich diesmal – zumindest gefühlt – der einzige Deutschland-Fan im Pub war (zugegeben: es war keine richtige SportsBar, aber ein netter Platz, um das Spiel zu schauen!). Anschließend machten wir uns erneut zu Fuß auf den Weg, diesmal um das politische Viertel von Quebec City zu erkunden. In verschiedenen Parkanlagen stiessen wir auf Denkmäler zu Ehren jedes ehemaligen Premiers von Quebec, aber auch zu Ehren von verschiedenen Dichtern und Denkern sowie historischen Ereignissen die Stadt betreffend. Davon abgesehen nahmen wir an einer Führung durch das Parlamentsgebäude teil, die wirklich interessant war. Zum Abendessen waren wir dann in einer netten kleinen Creperie und durch das ganze französische Ambiete der Stadt und des Bistros hätte man fast meinen können, ich wäre nur mal schnell von Deutschland aus über die Grenze nach Frankreich gefahren und überhaupt nicht weit weg… :-)

Ganz generell ist mir aufgefallen, dass Quebec City extrem sauber und alle öffentlichen Anlagen besonders gepflegt waren. Und die Menschen waren – wie eigentlich überall bisher in Kanada – sehr sehr freundlich und in allen Belangen sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Ein wirklich lohnenswerter Besuch! :-)

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