Semuc Champey

Wenn es nach meiner Abreise im Mai einen Ort in Mittelamerika gab, den ich noch unbedingt sehen wollte, dann war es Semuc Champey. Und genau dorthin machten wir uns am Donnerstagnachmittag auf den Weg. :-) Da es dorthin von Río Dulce aus leider keine (halbwegs) direkte Anbindung mit öffentlichen Bussen gibt (wir hätten zuerst in Richtung Süden nach Guatemala City fahren müssen und dann von dort aus wieder “zurück” Richtung Norden nach Lanquin), entschieden wir uns für einen direkten Shuttle, der fünf Stunden brauchte. Und nachdem ich nun ja doch schon einige Busfahrten hinter mich gebracht habe, muss ich sagen: diese Fahrt war mit Abstand die bisher holprigste! Will und ich waren glücklicherweise die einzigen beiden im Bus, sodass wir beide viel Platz hatten. Allerdings wurde die Straße nach etwa 2 Stunden so schlecht, dass es uns regelmäßig aus dem Sitz lupfte und wir ein paarmal sogar mit dem Kopf gegen das Busdach stießen…

Gegen 20Uhr kamen wir dann ziemlich müde in Lanquin an, dem Ort, in dem sich unser Hostel El Retiro befand. Die gesamte Anlage ist ziemlich groß und wirklich schön. Das Hostel ist direkt an einem Fluß gelegen und es gibt verschiedene Cabanas mit unterschiedlicher Bettenanzahl sowie einige Gemeinschaftsräume /-flächen mit Hängematten, Billard-Tisch, Spielen, Fernseher (um Fußball zu schauen) und Vielem mehr.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann zusammen mit sieben anderen aus dem Hostel und einem Führer auf den Weg ins 10km entfernte Semuc Champey. Auf dem Weg dorthin besuchten wir zunächst eine wassergefüllte Höhle, die wir in Badesachen und mit einer Kerze ausgerüstet begingen. Im Gegensatz zu den anderen Höhlen, die ich bisher besucht habe war dieser Besuch nicht wirklich anstrengend; nett war es natürlich trotzdem. :-) Anschließend durften wir dann von einer Riesenschaukel aus in einen Fluß springen, auf dem wir nach einer kurzen Pause sogenanntes Tubing machten; das heißt sich in Riesenluftreifen liegend den Fluß hinabtreiben lassen. Leider habe ich aus der Höhle keine Fotos, da meine Kamera nicht wasserdicht ist…


Als letztes Ziel stand dann tatsächlich Semuc Champey auf dem Plan. Zunächst stiegen wir in etwa 30 Minuten einen ziemlich anstrengenden Weg zu einem Aussichtspunkt hinauf, von dem aus man die verschiedenen ineinander übergehenden Wasserbecken wunderbar erblicken kann. Die Aussicht war wirklich atemberaubend und wunderschön! Definitiv einer der beeindruckendsten Orte, den ich auf dieser Reise besucht habe! Anschließend stiegen wir einen anderen Weg hinab und badeten schließlich in den verschiedenen Becken. Unser Führer zeigte uns dann wie man von jeweils einem in das nächste Becken kommt. Manchmal konnte man rutschen, manchmal musste man springen und einmal schwammen wir sogar durch eine kleine Höhle zum nächsten Becken! Es war wirklich ein ganz wunderbarer Tag und wenn man in Guatemala ist, sollte man Semuc Champey auf jeden Fall in seine Route einplanen; auch wenn es praktisch im Nirgendwo liegt und man eine Weile braucht, um dorthin zu kommen…

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