Tikal

Für die folgenden beiden Wochen meiner Reise hatte ich bereits von Deutschland aus eine Tour mit g-adventures durch Belize und nach Tikal (Guatemala) gebucht. Mein nächstes Ziel hieß also Belize City, da ich dort meine Reisegruppe und unseren Tour-Begleiter (CEO) treffen sollte. Da mir der Flug nach Belize City von Roátan aus zu teuer und eine Schiffsverbindung nicht zu finden war hieß es also wieder Bus fahren! Und auf der 34-stündigen Fahrt (!) von La Ceiba (Honduras) über San Pedro Sula (Honduras), Copán Ruinas (Honduras), Guatemala City (Guatemala), Sante Elena (Guatemala) nach Belize City (Belize) in fünf verschiedenen Bussen wurde mir dann endgültig klar (obwohl ich es eigentlich schon vorher gewusst hatte), dass ich meinen Abstecher auf die Bay Islands wohl lieber für eine andere Reise hätte aufsparen sollen. Die ganze Fahrerei (sowohl das Hin als auch das Zurück) kostete nicht nur verhältnismäßig viel Geld, sondern auch enorm viel Zeit und von den Nerven will ich gar nicht sprechen… Nichtsdestotrotz bin ich natürlich froh, dass ich dort war! 😉

In Belize City angekommen, traf ich letzten Samstagabend also meine Reisegruppe für die nächsten beiden Wochen und war schon gespannt, wie die Gruppe so sein würde und wie leicht oder auch schwer mir die Umstellung fallen würde, von nun an nicht mehr allein und “in den Tag hinein” zu reisen. Bereits am ersten Abend stellte sich heraus, dass wir eine lustige, bunte Truppe mit insgesamt zehn Teilnehmern von 25 bis 64 Jahren sind, von denen vier aus Kanada, vier aus Deutschland, einer aus der Schweiz und einer aus Norwegen kommen. Das Zimmer teilen Marie und ich mit Vanja, der Norwegerin.

Am Sonntag ging’s dann auch schon richtig los und wir fuhren (zurück) nach Guatemala, um Tikal zu besichtigen, eine der größten Maya-Ruinen-Stätten weltweit! Obwohl ich gerade mal 24 Stunden außer Landes war, bekam ich an der Grenze ein frisches 90-Tage-Visum für Guatemala (!) und legte – diesmal zusammen mit den anderen – einen Teil des Weges (in entgegengesetzte Richtung) zurück, den ich am Tag zuvor erst nach Belize City angereist war… Die erneute Busfahrt lohnte sich aber in jedem Fall! Denn die Besichtigung Tikals am nächsten Morgen mit einem extrem engagierten und belesenen lokalen Führer war faszinierend und beeindruckend zugleich. Juan, so sein Name, erklärte uns nicht nur detailliert die Entstehungs- und Niedergangs-Geschichte von Tikal, sondern auch viel über die Maya-Kultur an sich. Er gab uns einen Einblick in die Schriftzeichen der Maya und zeigte uns wie sie – zumindest teilweise – entschlüsselt werden können und machte uns mit verschiedenen Bräuchen und Traditionen vertraut. Während die Ruinen in Copán Ruinas (Honduras) oft mit Athen oder Paris verglichen werden, da dort die Handwerkskunst der Maya einen sehr hohen Stellenwert eingenommen haben soll (was sich in den Verzierungen der Tempel und zahlreichen Statuen widerspiegelt), wird Tikal eher mit New York verglichen, da die Tempel hier vorallem durch ihre Größe und Höhe beeindrucken.

Während dieses zweitägigen Abstechers nach Guatemala übernachteten wir in Flores, einem kleinen, schnuckeligen Ort auf der Insel San Andrés im südwestlichen Teil des Petén-Itzá-Sees, ganz in der Nähe Tikals. Und am zweiten Abend hatten wir das große Glück, einen wirklich schönen Sonnenuntergang zu sehen. Das Farbenspiel war ganz wunderbar. Allerdings muss man wirklich aufmerksam sein, damit man das Spektakel nicht verpasst, denn ein Sonnenuntergang dauert hier insgesamt nur etwa 10-15 Minuten.

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One thought on “Tikal

  1. aw sagt:

    Liebe Ines,

    nachdem ich es mir schon ewig vorgenommen habe, komme ich jetzt endlich mal dazu, deinen Blog zu lesen – zumindest solange, bis mein Zug in Karlsruhe ankommt…
    Deine Reiseziele sind alle enorm spannend, ich bin fast ein bisschen neidisch – und enorm gespannt darauf, wenn du wieder in Deutschland bist und dem Sumpf zusammen mit Marie berichten wirst 😉

    So, jetzt werde ich aber mal weiter lesen. Hab noch viel Spaß auf den letzten Wochen der Reise!

    Liebe Grüße
    Andreas

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