Bienvenidos a Costa Rica!

Tatsächlich ist es schon soweit und meine Zeit in Panama ist zu Ende! Die letzten 20 Tage vergingen fast wie im Flug und so hieß es am Sonntag: auf nach Costa Rica! Zusammen mit Michelle, einer Schweizerin, die ich in der Sprachschule kennengelernt hatte, machten Marie und ich uns also auf den Weg nach Cahuita, einem kleinen verschlafenen Örtchen an der Karibikküste Costa Ricas, unweit der Grenze. Nach einigen Überlegungen hatten wir uns entschlossen, keinen organisierten Shuttle für die Grenzüberschreitung zu buchen, sondern mit unseren neuen Spanischkenntnissen die Fahrt auf eigene Faust in Angriff zu nehmen und dadurch etwas Geld zu sparen. Und diese Entscheidung erwies sich als vollkommen richtig. Denn mal davon abgesehen, dass wir auf der Fahrt ein paarmal umsteigen mussten, war die Einreise nach Costa Rica extrem unkompliziert und die Touristen, die mit einem Shuttle zur Grenze gefahren waren, mussten sich natürlich in derselben (langen) Schlange anstellen, wie wir das mussten. Aber jetzt mal von Anfang an.

Gegen 10.30 Uhr (geplant war eigentlich 9.30 Uhr…) verabschiedeten wir uns in der Sprachschule in Bocas del Toro und liefen zum Hafen, um mit einem Boot zurück auf’s Festland nach Almirante zu fahren. Leider fuhr das nächste Boot erst um 12 Uhr und wir mussten etwas warten. Die Zeit verging jedoch recht schnell und die Überfahrt kam uns dann auch ziemlich kurz vor, denn das Boot war schon ziemlich schnell unterwegs und man musste sein Handgepäck gut festhalten, damit der Fahrtwind es nicht mitriss. In Almirante nahmen wir dann ein Taxi zur Busstation und dort stand überraschenderweise auch schon ein Bus nach Changuinola bereit, in den wir sofort einsteigen konnten und der bereits 10 Minuten später abfuhr. Wir vermuten übrigens, dass es sich bei diesem Bus um einen ausrangierten indischen Reisebus handelt. Denn die Schriftzeichen und die Dekorationen im Bus (goldene Vorhängchen mit Fransen und Blumen) liessen darauf schließen. :-) Changuinola ist übrigens nicht nur der letzte mit dem Bus erreichbare Ort in Panama vor der Grenze zu Costa Rica, sondern war wohl auch einer der ersten großen Chiquita-Bananen-Plantagen-Standorte. Und auch heute werden noch unvorstellbar große Flächen vom Bananen-Anbau eingenommen. Diese Tatsache hat mich übrigens veranlasst, mich mal etwas genauer über den Bananenanbau hier und die involvierten Firmen zu informieren und ich kann nur jedem empfehlen, das auch mal zu machen. Da wird einem wieder mal vor Augen geführt, wie die Welt funktioniert… Nunja, in Changuinola angekommen, nahmen wir dann jedenfalls zusammen mit zwei Chilenen und einem Argentinier ein Taxi nach Guabito, das heißt zur Grenze. Dank des guten Verhandlungsgeschicks der Chilenin kostete diese etwa 15minütige Taxifahrt jeden von uns nur $1,45. Kaum zu glauben, oder?

An der Grenze standen wir dann zunächst kurz an, um einen Ausreisestempel aus Panama zu bekommen. Anschließend mussten wir uns in einem kleinen Büro in eine Liste eintragen und $3 für die Aus-/Einreise bezahlen. Und dann durften wir die Brücke über den Río Sixaola überqueren, um nach Costa Rica zu kommen. Das war wirklich ein kleines Abenteuer, denn die Brücke ist schon etwas älter und der Bodenbelag teilweise unbefestigt oder etwas löchrig… Auf der Costa Ricanischen Seite hatte sich für die Einreise bereits eine lange Schlange gebildet und wir mussten eine Weile anstehen. Die eigentliche Einreise war dann jedoch total unkompliziert. Wir mussten lediglich ein Visa-Formular ausfüllen und bekamen dann ohne weitere Nachfragen schon unseren Einreisestempel! Ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass es 15.15 Uhr war und wir machten uns auf die Suche nach dem kleinen Busbahnhof, an dem die Busse nach San José und Limon abfahren. Der Busbahnhof war schnell gefunden und wir fanden ebenso schnell heraus, dass der nächste Bus nach Cahuita (mit Endstation Limon) um 16 Uhr abfuhr. Also kauften wir uns für umgerechnet $4 (genau 1980 Colones) ein Ticket und setzten uns in den schattigen Wartebereich. Beim Blick auf unsere Tickets waren wir dann jedoch etwas verwirrt. Denn als Abfahrtszeit stand dort 15 Uhr und da auch schon ein Bus mit Endstation “Limon” bereit stand, fragten wir uns, ob der 15 Uhr-Bus vielleicht noch nicht abgefahren war und noch wartete, bis es genügend Passagiere gab. Plötzlich fiel Michelle jedoch ein, dass Costa Rica in einer anderen Zeitzone als Panama liegt und wir durch die Einreise eine Stunde gewonnen hatten… Es war also nicht 15.30 Uhr, sondern erst 14.30 Uhr! 😀 Für die Zeitverschiebung nach Deutschland bedeutet das, dass es nun nicht mehr “nur” sechs, sondern sieben Stunden sind.

Die Weiterfahrt nach Cahuita dauerte dann nochmal etwa 1,5 Stunden. Glücklicherweise lag das Hostel La Shangria, in dem Michelle für uns reserviert hatte, nur 2-3 Minuten Fußweg entfernt und wir waren schnell am Ziel. Der Aussenbereich ist wirklich geräumig und schön und die Gemeinschafts-Schlafräume haben nur vier Betten. Leider waren die Zimmer jedoch etwas muffig, die Küchenausstattung ziemlich dürftig und der Wasserdruck in den Duschen quasi nicht vorhanden. Und da dann auch noch der Router kaputt ging und es kein Internet gab, beschlossen Michelle und ich gestern, heute in ein anderes Hostel umzuziehen. Jetzt wohnen wir für unseren letzten Tag und die letzte Nacht in den Cabinas Palmer und haben für nur $10 pro Person sogar ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Handtüchern, einer kleinen Terasse mit Tisch und Hängematte und funktionierendem Internet! :-) Schade, dass wir hier nicht schon früher eingezogen sind! Dieses Hostel kann ich nur jedem empfehlen, der hier mal vorbeikommt. Die Besitzer sind wirklich sehr freundlich und das Hostel liegt zudem sehr zentral!

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