Adiós Lost & Found! Hola Bocas del Toro!

Am Sonntag war es also soweit: nachdem ich meinen Aufenthalt dort schon um zwei Nächte verlängert hatte, musste ich mich schließlich doch von der Lost & Found-Lodge verabschieden. Und das war gar nicht so einfach. Denn es hatte mir dort nicht nur sehr gefallen, sondern es hatte sich dort auch eine ziemlich lustige Gruppe zusammengefunden. Allerdings hatte ich ja schon von Deutschland aus einen einwöchigen Sprachkurs in Bocas del Toro gebucht und musste mich daher bis spätestens sonntags um 17 Uhr in der dortigen Sprachschule einfinden. Wir waren daher alle ein bißchen traurig, uns voneinander verabschieden zu müssen. Anne reiste am Montag zurück nach Panama City und von dort aus dann zurück nach Holland. Fabien hatte sich entschieden, noch eine Weile länger auf der Kaffee-Farm zu arbeiten und Aaron blieb noch einen weiteren Tag in der Lodge und wollte dann am Montag weiterreisen. Immerhin reisten aber Megan und Ivana auch weiter nach Bocas del Toro. Daher konnten wir die Fahrt dorthin also gemeinsam in Angriff nehmen. Und es stellte sich wiederum heraus, dass auch das gar nicht so einfach war. Denn die Busse nach Bocas del Toro fuhren zwar alle 30 Minuten, sie waren jedoch extrem voll, da sonntags auch sehr viele Panamaer mit diesen Bussen unterwegs sind. Die ersten drei Busse nahmen uns daher gar nicht mehr mit. Der vierte hielt jedoch glücklicherweise an. Unser Gepäck wurde kurzerhand auf’s Dach geschnallt und wir konnten – allerdings stehend im Gang – mitfahren… Blöderweise fing es während der Fahrt an etwas zu regnen. Und da keiner von uns den Regenschutz über seinen Rucksack gezogen hatte, wurden also einige unserer Sachen während der etwa dreistündigen Fahrt etwas nass… 😉 Ivana hatte sogar das Pech, dass ihr Rucksack (eigentlich war es mehr eine Fahrradtasche) aufging und ein Handtuch sowie eine Hose beim Gepäckabladen auf dem Dach eingesammelt werden mussten… Immerhin ist aber nichts verloren gegangen!

Die Busfahrt führte uns also nach gut 3 Stunden schließlich nach Almirante. Dort mussten wir dann in ein Wassertaxi umsteigen, das uns auf das Inselarchipel Bocas brachte; genauer gesagt auf die Isla Colón, deren “Hauptstadt” Bocas del Toro ist. Die Fahrt mit dem Wassertaxi dauerte dann nochmal etwa 20 Minuten und dann waren wir endlich da! Ich bin jedoch ganz ehrlich: ein Inselarchipel in der Karibik hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt… Zumindest der erste Eindruck war leider nicht besonders positiv. Denn hier ist es schon sehr touristisch und von schönen, weißen Stränden mit blauem Wasser war erstmal nichts zu sehen. Anstelle dessen ist es an vielen Stellen sogar ziemlich schmutzig und es stellte sich heraus, dass Lebensmittel hier beispielsweise um ein Vielfaches teurer sind, als es im restlichen Panama (also dort, wo ich gewesen war) der Fall war. Die Isla Colón und insbesondere das gesamte Inselarchipel besteht jedoch aus mehr als nur Bocas del Toro und andere Reisende sowie Sprachschüler haben mir schon berichtet, dass es etwas abseits der Hauptstadt wirklich sehr schöne Strände zum Baden, Schnorcheln und Tauchen gibt. Zu manchen dieser Strände fahren sogar Busse oder man hat die Möglichkeit, sich ein Fahrrad zu leihen und selbst dorthin zu fahren. Außerdem kann man mit einem Wassertaxi für $1 – $5 auch zu einer der anderen Inseln fahren. Das werde ich sicherlich die Woche mal machen. Für’s Erste konzentriere ich mich jedoch auf den Spanischunterricht. Ich habe vormittags von 8-12 Uhr bei einer Lehrerin aus Costa Rica Gruppenunterricht (fünf Personen) und dann nochmal am Abend von 17-19 Uhr bei einer anderen Lehrerin aus Costa Rica zwei weitere Stunden (zusammen mit einer deutschen Stewardess, die hier Bildungsurlaub macht). Gestern war’s schon ganz gut. Wir haben viele Sachen wiederholt, die ich zwar schonmal gehört, aber in der Zwischenzeit wieder vergessen hatte. In der Mittagspause habe ich außerdem die Umgebung etwas erkundet und endlich mal Wäsche in eine nahegelegene Wäscherei gebracht sowie Gemüse und Obst in einem kleinen Laden gekauft. Glücklicherweise war die Auswahl wirklich groß und alles wirkte viel frischer und reifer als im Supermarkt. Letztlich habe ich nur $3,80 für eine Ananas, eine Papaya, zwei Bananen, drei große (Fleisch-)Tomaten, eine Gurke, eine Zwiebel und eine Paprika bezahlt! 😀 Da geh ich sicherlich nochmal hin, denn die Leute waren wirklich sehr sehr nett!

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